In seiner ersten Folge besucht Daniel Corinna aus Heinsberg. Schon als Kind hat Corinna bemerkt, dass sie irgendwie anders ist als andere. Aber es hat einige Zeit gedauert, bis die Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung“ zum ersten Mal im Raum stand. Heute studiert die junge Frau in Münster und kann offen über Ihre Diagnose „Autismus“ sprechen.
Studien gehen davon aus, dass rund 500000 Menschen in Deutschland eine „Autismus-Spektrum-Störung“ haben. Menschen mit Autismus können soziale oder emotionale Signale häufig nur schwer einschätzen und haben Schwierigkeiten, diese selbst auszudrücken. Im Alltag „filtern“ wir Menschen normalerweise ständig und unbewusst die Dinge, die ständig auf uns einwirken. Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung können Umgebungsgeräusche oder visuelle Reize schlecht filtern. Diese Überladung von Sinneseindrücken führt zu Stress, sie reagieren gereizt oder ziehen sich zurück.
Corinna hat gelernt, ihre Gefühle auszudrücken, sie setzt sich aktiv für die Rechte von autistischen Menschen ein und hat sich etwa an der Entstehung des Teilhabestärkungsgesetz der Bundesregierung beteiligt, um die Rechte von Assistenzhund-Teams zu stärken. Corinna nimmt Daniel und Euch mit in ihre Welt, hört mal rein!