Förderprojekt der Aktion Mensch

Kultur ohne Barrieren

Wollen wir einen Kulturraum mitten im Kreis Heinsberg gemeinsam und inklusiv gestalten? Diese Frage stellten wir uns vor einigen Jahren, als sich die Idee des Museumscafé Samocca in Heinsberg entwickelte. Spätestens seit dem großen, inklusiven Stadtfest 2016, das die Lebenshilfe Heinsberg gemeinsam mit dem Gewerbeverein und der Stadt Heinsberg umgesetzt hat, ist die Antwort allen Verantwortlichen klar: Gemeinsam mit der Stadt Heinsberg, dem Museum BEGAS und der Jugendmusikschule Heinsberg entwickelte die Lebenshilfe Heinsberg das Projekt „Kultur ohne Barrieren“  und bewarb sich erfolgreich um eine Langzeit-Förderung bei der Aktion Mensch.

Offiziell seit Sommer 2018 realisieren wir verschiedene Projekte in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur  rund um das BEGAS Haus mitten in der Kreisstadt Heinsberg. Mitmach-Kurse für Kunstinteressierte finden in den Atelier-Räumen des BEGAS Hauses statt. Inklusive Musikworkshops entstehen in Kooperation mit der Jugendmusikschule Heinsberg. Und nicht nur im Sommer finden Aktionen, Konzerte und andere Veranstaltungen im Innenhof oder auf der Wiese hinter dem Museumscafé Samocca statt. Mittlerweile sind viele weitere Menschen aus Heinsberg zum Projekt dazu gestoßen und unterstützen unsere Arbeit. Etabliert hat sich etwa das Bilderbuch-Fest der Buchhandlung Gollenstede. Außerdem ist sowohl das Trauzimmer im Haus Lennartz oder im Sommer auch die Wiese am Burgberg bekannt für unterhaltsames Programmkino, das wir mit Christoph Kalinowsky vom Roxy Filmtheater entwickelt haben.

Jeder kann mitmachen und unsere Arbeit unterstützen! die aktuellen Angebote finden Sie unter Aktuelles. Auskunft über unsere Arbeit bietet Projektleiter Georg Kohlen.

Digitaler, barrierefreier Museumsführer in leichter Sprache

Gemeinsam mit dem Institut für digitales Lernen der Universität Eichstätt entwickelte die Lebenshilfe Heinsberg mit dem Begas Haus einen digitalen Museumsführer in einfacher Sprache. In Workshops mit Schülern des Kreisgymnasiums Heinsberg und Menschen mit Behinderung wurden die Inhalte erarbeitet, einiges haben die Teilnehmer auch selbst eingesprochen.

Außerdem stellt das Begas Haus einen Betriebsintegrierten Arbeitsplatz (BiAp): Marlon Winands ist seit 2018 im Begas beschäftigt und unterstützt das Team nicht nur an der Kasse sondern vor bei der Technik: Interessierten Gästen vermittelt er den Umgang mit dem digitalen Museumsführer. Ab 2020 bietet er Museumsführungen in einfacher Sprache an.

Filmbühne am Torbogen bietet Programmkino

Die Lebenshilfe Heinsberg möchte auch in Zukunft regelmäßig Programmkino im Trauzimmer des Hauses Lennartz an der Hochstraße 19 in Heinsberg realisieren. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren in Kooperation mit dem Heinsberger ROXY Kino erfolgreich  Filmabende organisiert, die von vielen Menschen in der Region besucht wurden. Diese schönen und gemeinsamen Abende wollen wir auch in Zukunft anbieten“, sagt Klaus Meier, Vorsitzender der Lebenshilfe Heinsberg. Neben Angeboten in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur bietet die Lebenshilfe Heinsberg im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Kultur ohne Barrieren“ jetzt auch Programmkino mit Filmen aus den Bereichen Soziales sowie Kunst und Kultur an.  Das inklusive Programmkino startet am 03. Dezember 2019 zum „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ mit dem Kinofilm „Menschsein“ über eine weltweite Reise zu Menschen, die mit Behinderung leben.

…ein Fest für kleine und große Leseratten

Bilderbuch-Fest

Sehr erfolgreich gestaltet die Buchhandlung Gollenstede mit dem Bilderbuch-Fest rund ums Begas Haus einmal im Jahr ein Literaturfest für die ganze Familie. Neben der Präsentation aktueller Literatur vor allem für die kleinen Leseratten finden rund um das Begas Haus und auf der Wiese am Burgberg Workshops, Bühnenaktionen und spannende Unterhaltung statt.

Werke von Künstlern mit Behinderung

Sonderausstellung im Begas Haus

Die Eröffnung der neuen Sonderausstellung “Mit anderen Augen“ im Museum Begas Haus in Heinsberg geriet zu einem Spaziergang durchs Museum, waren doch 13 großformatige Zeichnungen von Janine Müller im ganzen Museum verteilt. „Nach einem Besuch im Begas Haus war Janine Müller so beeindruckt von den dort ausgestellten Gemälden, dass sie diese in ihren Zeichnungen in radikaler Vereinfachung neu interpretiert hat“, so die künstlerische Leiterin des Atelierhauses Kat 18 in Köln, Jutta Pöstges, wo Janine Müller an vier Tagen in der Woche arbeitet. So war es logisch, beide Werke gemeinsam erlebbar zu machen. Die Besucher waren begeistert, die Arbeiten nebeneinander betrachten zu können. „Es ist faszinierend, wie das Nebeneinander tatsächlich dazu führt, die Werke mit anderen Augen zu betrachten und gerade im Original ganz neue Dinge  zu entdecken“, so ein Besucher.

Kultur ohne Barrieren ist ein Inklusions-Projekt der Lebenshilfe Heinsberg mit zahlreichen Projektpartnern aus Heinsberg: