Intensiver Austausch über die Werkstätten am Niederrhein
Gemeinsam mit den Geschäftsführungen der Werkstätten am Niederrhein diskutierte Wilfried Oellers, MdB und Beauftragter für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung der CDU/CSU-Fraktion, in der Lebenshilfe Heinsberg über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Viele Themen standen auf dem Programm, von denen einige seit Jahren politisch debattiert werden. „Werkstätten gestalten und entwickeln individuelle, berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist aus Sicht unserer Bundesregierung von zentraler Bedeutung bei der Weiterentwicklung eines inklusiven Arbeitsmarktes,“ betonte Wilfried Oellers. Seit Jahren setzt sich der Bundestagsabgeordnete aus Heinsberg für eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Werkstätten ein, dazu zählt auch eine Reformierung des Werkstättentgeltes, damit Menschen mit Behinderungen ein gerechteres und transparentes Einkommen erhalten, das nicht mit Sozialleistungen verrechnet wird. So könne etwa die Anhebung des Arbeitsförderungsgeldes eine erste Maßnahme sein, um die Einkommenssituation zu verbessern. In Zukunft müssen Anträge und Verfahren individueller Leistungen vor allem entbürokratisiert werden, so Wilfried Oellers. Die guten Ideen und Grundsätze des Bundesteilhabegesetztes dürfen nicht dazu führen, dass Unterstützung und Förderung immer komplizierter werden.
Es sei von zentraler Bedeutung, vor allem Menschen mit schwerer Behinderung und deren Wünsche und Meinungen im Blick zu haben, so Wilfried Oellers. Hier bieten Werkstätten in Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Sozialraum mit Begegnung, Miteinander und einer Vielfalt an Förderung. Vor allem der Aspekt Lebensqualität müsse in die Diskussion um Teilhabe am Arbeitsleben auch mit Blick auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stärker berücksichtigt werden. Gerade in der Diskussion um Inklusion sei eine differenzierte Betrachtung der Lebenswirklichkeiten von großer Bedeutung, bestätigte Stefan Erfurth, kaufmännischer Vorstand und Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Werkstätten am Niederrhein. Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf benötigen langfristig passgenaue Rahmenbedingungen, Sicherheit und eine gute Begleitung. Deshalb schätze man, dass Wilfried Oellers als Beauftrager für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung den regelmäßigen Austausch mit Führungskräften aus der Praxis suche.