Harald Kröger ist einer der ersten Mitarbeiter in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Oberbruch. Seit der Eröffnung 1974 ist er dort beschäftigt, jedoch seit einiger Zeit schwer erkrankt. Schon immer träumt er davon, einmal nach Schweden zu fahren.

Er kennt das Land aus den Astrid Lindgren Verfilmungen, die er alle mehrfach gesehen hat. Denn seit seiner Kindheit ist Pippi Langstrumpf eine seiner Heldinnen, und er würde zu gerne einmal dorthin fahren, wo Pippi Langstrumpf, Herr Nilsson und der kleine Onkel leben. Dank Ute Königs und Gabriele Kals-Deußen vom Lebenshilfe-Wohnverbund Erkelenz sowie Betreuerin Petra Heuts wurde ihm nun dieser Herzenswunsch erfüllt. Wegen seiner fortschreitenden Erkrankung setzten diese alle Hebel in Bewegung und schafften es tatsächlich, die Reise nach Schweden zur Villa Kunterbunt zu realisieren. Und das, obwohl der Freizeitpark, in dem das Haus steht, bereits zum Winter geschlossen hatte. Angestellte des Parks erklärten sich in Anbetracht von Haralds Geschichte bereit, das Haus für ihn zu öffnen. So begab sich Harald gemeinsam mit Petra Heuts auf eine dreitägige Abenteuer-Reise nach Schweden. Von Düsseldorf über Stockholm ging es weiter zur Hafenstadt Visby auf der Insel Gotland. Neben dem Fliegen und dem schwedischen Essen war natürlich der Besuch in der echten Villa Kunterbunt aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen absoluter Höhepunkt. „Das war schon ein tolles Erlebnis für Harald. Seine Augen strahlten, als wir an der Villa ankamen. Da wir das Haus ganz für uns alleine hatten, konnten wir uns in aller Ruhe umsehen. Die Einrichtung sah genauso aus wie in den Filmen, und es hätte uns nicht gewundert, wenn Pippi Langstrumpf plötzlich zur Tür hereinspaziert wäre“, so Petra Heuts. Mit dieser Reise ging für Harald Kröger ein Traum in Erfüllung. Nach seiner Rückkehr erzählt er den Mitbewohnern im Wohnverbund Erkelenz immer wieder von seinen Erlebnissen in Schweden, vom Fliegen, vom leckeren Essen und von der Villa Kunterbunt.

Die Lebenshilfe Heinsberg betreibt Wohnstätten in Birgden, Elmpt, Erkelenz, Heinsberg, Höngen, Kirchhoven, Scherpenseel und Wildenrath. Dort leben 200 Menschen mit Behinderung in kleinen Wohngemeinschaften. Die Wohnstätten bieten viel Raum zur freien Gestaltung und Entwicklung des persönlichen Lebens(t)raumes: Hier gibt es Assistenz und Unterstützung im Alltag und in der Freizeit - rund um die Uhr. Mehr Infos unter www.lebenshilfe-heinsberg.de