Bis zum 16.9.2016 sind auf der ersten Etage im Lebenshilfe Center, Richard-Wagner-Straße 5 in Oberbruch abstrakte Farblandschaften von Theo Heinen, großformatige Paardarstellungen und Collagen von Georg Kohlen, zarte Portraits und Akte von Renate Schell, Holzdrucke von Ingo Veltum sowie Landschaften und Materialbilder von Willi Wagels zu sehen. Die Ausstellung kann Montags bis Freitags von 9-15 Uhr besucht werden.

Beim diesjährigen Ehrenamtstag der Lebenshilfe Heinsberg wurden die Geladenen vom Vereinsvorsitzenden Klaus Meier sowie Mitgliedern von Vorstand und Werkstattleitung empfangen. „Heute sind Sie unsere V.I.P.s, also Very Important Persons“, begrüßte auch Ehrenamtskoordinatorin Maria Nolden die Gäste, überreichte ihnen einen V.I.P.-Ausweis und geleitete sie stilgerecht über den roten Teppich zum Speise- und Veranstaltungsraum im Lebenshilfe-Center. Dort wurden sie von der Lebenshilfe-Band „Workshop“ mit Coverversionen bekannter Hits unterhalten. Zuvor machten die meisten Gäste Gebrauch vom Angebot, sich als „V.I.P.“ fotografieren zu lassen und zum Ende der Veranstaltung sein Bild mit nach Hause zu nehmen. In seiner Begrüßung für die nahezu 200 Gäste betonte Klaus Meier die Bedeutung des Ehrenamts für die Lebenshilfe: „Die Lebenshilfe Heinsberg ist 1966 gegründet worden. Dass wir 2016 das 50jährige Jubiläum feiern können, ist auch ein Verdienst aller ehrenamtlich tätigen in dieser langen Zeit. Seit vielen, vielen Jahren bringen Sie sich persönlich ein zum Wohle unserer behinderten Menschen und helfen bei der Bewältigung von deren individuellen Bedürfnissen.Sie alle hier sind wichtige Personen und besondere Menschen. Wir können uns glücklich schätzen, Sie an Bord zu haben!“ Küchenchef Uwe Heider und sein Team hatten zur Feier des Tages ein exklusives Menu mit rosa gebratenem Kalbsfilet, Spargel und als Nachtisch Erdbeertartelettes mit Baiserhaube zubereitet. Bevor der Abend bei Livemusik der Workshop-Band zu Ende ging, fand noch eine Verlosung statt, so dass einige der Gäste schöne Eigenprodukte aus den Lebenshilfe-Werkstätten mit nach Hause nehmen konnten.

 Die Lebenshilfe Heinsberg sucht Ehrenamtler. Interessierte erhalten Informationen bei Ehrenamtskoordinatorin Maria Nolden unter 02452 969 140 oder online unter www.lebenshilfe-heinsberg.de

Davon erzählt Kaffee-Experte Hermann-Josef Fensky am Mittwoch, 1. Juni, zwischen 18.30 und 21 Uhr. Beim Themenabend rund um die Welt des Kaffees im Museumscafé Samocca in Heinsberg, Hochstraße 19, können die Teilnehmer mehrere Kaffeesorten ausprobieren. Außerdem gibt es Mineralwasser und Snacks. Unkostenbeitrag: 15 Euro. Anmeldung unter Telefon 02452/1062077 oder vor Ort im Café.

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Seit 40 Jahren unterstützt das Indien-Hilfswerk Heinsberg Projekte in Indien. Mitte der 70er Jahre absolvierte der Inder R.S. Kannan in der Lebenshilfe Heinsberg ein Praktikum. Seine Erfahrungen dort sowie der intensive Kontakt zu Gleichgesinnten und Angestellten der Lebenshilfe nährten die Idee, in Indien etwas Ähnliches aufzubauen. Schließlich gründete man 1976 den Verein Indien Hilfswerk e.V. Das Ziel war zunächst, ein Zentrum für behinderte Menschen in Chennai (damals Madras) an der Ostküste im Süden Indiens aufzubauen. Seitdem unterstützt der Verein in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Heinsberg das Projekt. Was dann 1977 als Projekt für zunächst drei Kinder in einem normalen Wohnhaus in Chennai begann, hat sich im Laufe der Jahre auch Dank der intensiven Unterstützung des Indien-Hilfswerks zu einer großen Organisation mit mehreren Standorten entwickelt. Nach wie vor ist das Life Help Centre for the Handicapped auf einem 1983 erworbenen Gelände im Süden von Chennai die Zentrale der Organisation. Daneben entstanden 2004 mit dem Life Help Centre for Rural Rehabilitation and Development in Cuddalore und 2005 das Life Help Centre for Child Care in Srinagar/Kaschmir weitere Zentren als Ableger des Life Help Centers. Aus Anlaß des 40jährigen Vereinsjubiläums besuchten die Vorstandsmitglieder Agnes Frenken und Elisabeth Lenzen sowie Melanie Papen diese drei Standorte, um sich über Entwicklungen oder Veränderungen vor Ort zu informieren. Dabei wurden sie für eine Reportage über die langjährige Zusammenarbeit von einem WDR-Kameramann begleitet. Erste Station war das Life Help Centre for the Handicapped auf einem weitläufigen Gelände in Chennai. Einst eine trost- und wertlose Ödnis am Rande von Madras ist das Gelände heute eine blühende Oase inmitten der Stadt mit Kindergarten sowie Schulen für Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung. Es gibt Unterkünfte für über 100 Kinder ,ebenso Häuser für Angestellte, Werkstätten, eine Wasseraufbereitungsanlage, ein Schwimmbad für therapeutische Zwecke und Verwaltungsgebäude. „Wir sind aber längst nicht mehr nur eine Organisation, die sich nur um die Belange und die Unterstützung von Menschen mit Behinderung kümmern. Wir helfen überall da, wo schnelle Hilfe nötig ist. Beispielsweise bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben. Weiterhin bilden wir Erzieher und Therapeuten aus, um nur einige unserer Tätigkeiten aufzuzeigen“, erläutert Geschäftsführer Blaze Kannan, der Sohn des Gründers R.S. Kannan, die zahlreichen Einsatzgebiete seiner Organisation. Im knapp 200 Kilometer entfernten Cuddalore wurde 2004 nach dem verheerenden Tsunami das Life Help Centre for Rural Rehabilitation and Development aufgebaut. Mitten im am stärksten von der Katastrophe betroffenen Gebiet liegt das aus vielen kleinen Gebäuden bestehende Zentrum wie ein kleines Dorf in der Ebene. Hier befinden sich eine English Medium High School für mehr als 300 Kinder, eine Schule für Kinder mit geistiger Behinderung, 11 Wohnhäuser für fast 100 Kinder von Tsunami-Opfern und ein kleines Hospital mit Trauma Care Zentrum, HIV Beratung, Röntgengerät und Apotheke. Die nächste Station der Reise führt vom tiefsten Süden Indiens in den äußersten Norden – nach Kaschmir. Gleichzeitig eines der gefährlichsten Krisengebiete der Welt und von den Indern als „Paradies auf Erden“ beschrieben, ist 2007 nach einem Erdbeben mit vielen Toten und Verletzten das Life Help Centre for Child Care in Srinagar auf Bitten der örtlichen Behörden als erste Behinderteneinrichtung mit Unterbringungsmöglichkeit entstanden. Srinagar liegt umgeben von Ausläufern des Himalaya an einem riesigen See. Hier ist in einem normalen Wohnhaus ein Zufluchtsort mit einer Schule für 75 Kinder mit Behinderung im Alter von 6-16 Jahren entstanden. Jeden Morgen werden die Kinder mit einem kleinen Bus in einer Entfernung von bis zu 40 Kilometern von Zuhause abgeholt und abends wieder zurückgebracht. 11 Kinder leben ständig im Haus, ebenso wie einige der Angestellten. Die Atmosphäre ist familiär. Die Gehälter der Angestellten werden vom Indien-Hilfswerk finanziert. Alle kümmern sich liebevoll um die Kinder, selbst Koch und Fahrer sind gleichzeitig fürsorgliche Betreuer. Neben der schulischen Ausbildung und den Therapiemöglichkeiten soll in naher Zukunft eine Berufsvorbereitungsgruppe eingerichtet werden. Agnes Frenken ist begeistert von Land und Leuten und von den Begegnungen, die sich ereignen: „Es ist immer wieder faszinierend, hier in Indien zu sein und die Einrichtungen zu besuchen. Selbst wenn wir Projekte wie das Life Help Center in Chennai nicht mehr direkt unterstützen, weil es sich mittlerweile selber trägt, sind wir regelmäßig in Kontakt und veranstalten gemeinsam mit der Lebenshilfe Heinsberg Workshops in Deutschland und Indien. Man begegnet sich, die einen lernen vom anderen, es werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Methoden erprobt.“ Auch das jüngste Projekt des Indien-Hilfswerks hat zum Ziel, Menschen mit Behinderungen ihren Fähigkeiten entsprechend zu fördern: Im ländlichen „Ashagram“ erhalten etwa 60 junge Männer eine Beschäftigung in der Landwirtschaft und im Gartenbau. „Die Wohnstätten bieten eine betreute Unterkunft, und durch ihre Arbeit erhalten sie eine besondere Anerkennung“, so Projektpartner Pater Thomas, „durch die Viehhaltung, Futter- und Gemüseanbau können wir uns weitgehend selbst versorgen.“ Im kürzlich fertiggestellten „Girls Hostel“ sind bereits einige junge Frauen mit Behinderungen eingezogen. Auch sie werden in der kleinen Bäckerei, in der Küche und im Verkauf eine Beschäftigung finden. Während der 40-jährigen Vereinsarbeit hat das Indien-Hilfswerk viele kleine und größere Erfolge in Indien erzielt – immer mit dem Ziel, das Leben für Menschen mit Behinderungen lebenswerter zu machen. Die Vereinsgeschichte soll noch möglichst lange fortgeschrieben werden….

 

Vicky San Jose-Mendez und Christian Broicher wurden von den Discobesuchern des Freizeitclubs Treffpunkt zum Maikönigspaar 2016 der Lebenshilfe Heinsberg gewählt. Herzlichen Glückwunsch!