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48 Standorte mit Ausstellungen und Künstlerateliers gab es bei der diesjährigen Kunsttour im Kreis Heinsberg. Die Lebenshilfe Heinsberg beteiligte sich mit einer Rundfahrt zu sechs Ateliers und drei Ausstellungen. Diese „Tour zur Kunst“ wurde von der Aktion Mensch im Rahmen des Aktionstags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai unterstützt. Im Café Samocca in Heinsberg hatten sich 40 Teilnehmer mit und ohne Behinderung eingefunden. Caféleiterin Claudia Steiner und ihr Team hatte ein ausgiebiges Frühstück für ihre Gäste vorbereitet. Gleichzeitig fand die Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern der Ateliergemeinschaft „willsosein“ der Lebenshilfe Aachen statt. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Klaus Meier, betonte in seiner Begrüßung „Natürlich steht heute die Kunst im Vordergrund. Wir wollen aber mit dieser Aktion auch auf Mobilitätsbarrieren für Menschen mit Behinderung im Kreis Heinsberg hinweisen. Durch den Abbau des öffentlichen Nahverkehrs und fehlender Barrierefreiheit wird es für Menschen vor allem mit schwerer Behinderung fast unmöglich, an kulturellen Veranstaltungen wie der Kunsttour teilzunehmen.“ Der „Lebenshilfe-Bus“ der Firma von den Driesch war mit allem ausgestattet, was Menschen mit Behinderung benötigen. Auch zwei Rollstuhlfahrer konnten problemlos „einsteigen“. In dem mit Motiven aus der Lebenshilfe gestalteten Bus ging es zunächst zur alten Tonfabrik nach Gillrath. Dort wurde man mit ganz unterschiedlichen Arbeitsweisen, Motiven und Materialien konfrontiert, sind dort doch gleich mehrere Ateliers angesiedelt: Surreal angehauchte Menschenbilder von Henriette Echghi-Ghamsari, abstrakte Farblandschaften von Theo Heinen, Selbstbildnisse von Burkhart Ollertz, Großformate von Georg Kohlen und Skulpturen des Holzbildhauers Andreas Joerissen waren zu bewundern. Andreas Joerissen war es auch, der die Teilnehmer während der Fahrt als „Kunstführer“ über Kunst und Künstler informierte und jeweils auf die nächste Station einstimmte. Busfahrer Bernd Lind steuerte den großen Reisebus der Firma von den Driesch sicher durch die schmalen Gassen von Uetterath zum Atelier von Gereon Heil, der den Teilnehmern in leicht verständlicher Sprache seine figurative Malerei erläuterte. Weiter ging die Reise zur Galerie Eesdron in Millich mit der Ausstellung „Stille Post“, mit Holzdrucken von Ingo Veltum in Kleingladbach sowie Fotografien und Skulpturen von Karl-Heinz Laufs in Golkrath. In der alten Mühle in Wegberg , umgeben von den Arbeiten der Ateliergemeinschaft „willsosein“ , ließ man sich in der eine leckere Suppen schmecken, die „Küchenchefin“ Anneliese Baltes vom Café Samocca in Wegberg zubereitet hatte. Von dort aus ging die Fahrt zurück zum Café Samocca in Heinsberg. Dort endete die Tour, die spannende Begegnungen mit Kunst und Künstlern möglich gemacht hat. Der Lebenshilfe-Vorsitzende Klaus Meier zeigte sich begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass es im Kreis Heinsberg so viele tolle Künstler gibt. Ich habe heute viel über Kunst gelernt und es gab spannende Begegnungen mit den Künstlern. Vor allem aber hat sich gezeigt: Barrierefreie Transportmittel machen auch die Kunst barrierefrei!“ Dem stimmten die anderen Teilnehmern zu, war doch der einhellige Tenor: „Das müsst ihr im nächsten Jahr unbedingt wieder anbieten!“

Nach fast zwei Jahren Planung begannen nun die Bauarbeiten für eine neue Prospex-Werkstatt in Geilenkirchen. Zum symbolischen Spatenstich trafen sich Karin Hoffmann, stellv. Bürgermeisterin Stadt Geilenkirchen, Claudio Menghini, Vorsitzender Werkstattrat, Architekt Josef Viethen, die Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg und der Via Nobis GmbH Edgar Johnen und Martin Minten, Prospex-Werkstattleiter Salvatore Bianco, Prospex-Leiter Arbeit & Technik Markus Kremers sowie LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski, der feststellte: „Der Standort Geilenkirchen ist für diese Zweigstelle sehr vorteilhaft, da es im südlichen Kreisgebiet noch keine Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Behinderung gibt. Die Menschen, die in Geilenkirchen wohnen, fahren zurzeit entweder in die Werkstätten nach Erkelenz oder nach Heinsberg. Der Standort hat somit auch den Vorteil, dass die Menschen zukünftig einen wohnortnahen Arbeitsplatz haben. Zudem hat Prospex in Geilenkirchen zwei große Auftraggeber und in dem Industriegebiet sind bereits viele Betriebe angesiedelt. Hierin liegen auch Chancen für weitere Kooperationen mit Arbeitgebern, zum Beispiel hinsichtlich der Schaffung betriebsintegrierter Arbeitsplätze oder Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.“ Die Werkstatt wird an der Ecke Friedrich-Krupp-Straße und August-Thyssen-Straße entstehen. Dort sollen 100 Menschen mit psychischer Behinderung und 25 Fachkräfte beschäftigt werden. Bereits Ende 2016 soll der Betrieb mit Metallbereich, Montagebereich, Verpackungsbereich fertiggestellt sein.

Die Prospex gGmbH ist eine Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung und wurde 1995 in Trägerschaft der Lebenshilfe Heinsberg und der Katharina Kasper ViaNobis GmbH gegründet. An zwei Werkstattorten in Heinsberg-Oberbruch und in Erkelenz sowie an sieben Außenstellen bietet Prospex für über 320 Werkstattbeschäftigte Maßnahmen zur beruflichen Bildung und der persönlichen Entwicklung an.

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Es war ganz schön was los auf dem Busparkplatz vor dem Werkstattbetrieb 1 in Oberbruch. Zahlreiche Mitarbeiter und Angestellte wollten bei der Bus-Taufe eines neuen Busses der Firma von den Driesch dabei sein. Busunternehmer Willi von den Driesch hatte der Lebenshilfe zum 50. Jubiläum die Gestaltung seines nagelneuen Busses geschenkt. Der Bus ist auf einer Seite unter dem Motto „Gemeinsam leben in Vielfalt“ beklebt mit riesengroßen Fotos von Menschen mit und ohne Behinderung aus der Lebenshilfe Heinsberg. Die andere Seite zieren die Mitglieder der Lebenshilfe-Band „Workshop“, die es sich – von den Zuschauern begeistert gefeiert - nicht nehmen ließ, vor dem Bus einige Stücke aus ihrem Repertoire zum Besten zu geben. Der Name des Busses – "Blaue Welle" – war in einem Preisausschreiben für die Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstätten ermittelt worden. Willi von den Driesch überreichte den drei Gewinnern Preise: „Dieser Name passt zum Bus und auch zur Lebenshilfe. Die Blaue Welle ist ja euer inklusiver Fanclub von Borussia Mönchengladbach!“ Der Lebenshilfe-Vorsitzende Klaus Meier dankte dem Familienunternehmen von den Driesch aus Waldfeucht-Haaren, das bereits seit 1972 den Fahrdienst für die Lebenshilfe Heinsberg durchführt, und überreichte Geschenke an die anwesenden Familienmitglieder Willi von den Driesch, Katrin von den Driesch und den Seniorchef Wilhelm von den Driesch, für deren langjähriges Engagement. Diakon Peter Derichs schließlich gab dem Bus noch den Reisesegen. Ab sofort ist der Bus mit den Botschaften der Lebenshilfe Heinsberg im gesamten Kreisgebiet unterwegs.

Bereits zum 40. Mal fand im Bistro inclusio in Erkelenz die Konzertreihe „inclusio meets music“ von Musikern mit und ohne Behinderung, statt. Bereits zum fünften Mal trafen Norbert Winzen von den „Beets ´n berries“ und Daniel Stolz, Sänger der Lebenshilfe-Band „Workshop“ aufeinander. Unterstützt von Ralf Hintzen am Keyboard , Bernd Brinkmann am Schlagwerk und bei einigen Stücken auch Sängerin Emily Viethen, zündeten die beiden im voll besetzten Café ein musikalisches Feuerwerk. Faszinierend, wie die beiden sich gegenseitig motivierten und die Zuschauer mit einbezogen. Diese waren begeistert von der Mischung aus alten und neuen Songs, sangen kräftig mit und ließen die Band erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

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Turnierleiter Peter Küppers zog ein positives Fazit: „Die drei Tage des Turniers sind super gelaufen. Es gab faire Spiele und keine verletzten Spieler. Das ist das allerwichtigste!“ Auch in diesem Jahr hatten Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung in Einlagespielen ihren Auftritt beim Fussballturnier des FC Concordia Birgelen in der Sporthalle Wassenberg. Zwei Mannschaften in unterschiedlichen Altersklassen spielten gegen Teams vom integrativen Sport- und Kulturverein „Tabalingo“ aus Stolberg, in denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen. Lange Zeit konnten die kleinen Kicker von Concordia Birgelen mithalten, mussten sich jedoch letztendlich deutlich geschlagen geben. Die Zuschauer dankten für abwechslungs- und torreiche Spiele mit langanhaltendem Applaus, und der Vorsitzende der Lebenshilfe Heinsberg, Klaus Meier, überreichte jedem Spieler eine Medaille.