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Nach 2016 bot die Lebenshilfe Heinsberg auch in diesem Jahr zur Kunsttour eine inklusive Busfahrt zu mehreren Ateliers und Ausstellungen Im Kreisgebiet Heinsberg an. Und wieder war der barrierefreie „Lebenshilfe-Bus“ der Firma von den Driesch bis auf den letzten Platz besetzt. Unterstützt von der Aktion Mensch im Rahmen des Aktionstags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai, begann der Tag mit einem Frühstück und einer Ausstellung von Künstlern mit Behinderung aus dem Maastrichter Atelier „Ut glashoes“ im Café Samocca in Heinsberg. Anschließend ging es auf die Reise mit dem ersten Ziel, dem Atelier und Wohnhaus von Metallbildhauer Gert Jäger in Horst, der die Besucher ausführlich über seine Arbeitsweise und Arbeitsmaterialien informierte. Auch bei Peter Röttges in Wassenberg erfuhren die Teilnehmer interessante Fakten über das Arbeitsmaterial des Bildhauers – in diesem Fall vorwiegend über die gravierenden Unterschiede diverser Holzarten. Nach soviel Skulptur standen die Arbeiten in der Galerie Noack in Wassenberg ganz im Zeichen der Malerei. Galerist Klaus Noack führte durch die Ausstellung und erläuterte einfühlsam und in leicht verständlicher Sprache Bildinhalte und Maltechniken der ausgestellten Werke. Von Wassenberg aus ging die Fahrt Richtung Erkelenz, wo man zunächst in Haus Hohenbusch Station machte. Im dortigen Laienbrüderhaus trafen in einer Gemeinschaftsausstellung die abstrakten Farblandschaften Ruth Schulmeyers auf Ölbilder mit realistischen Motiven von Ellen von der Linden sowie Marmorköpfen von Leo Horbach aufeinander. Weiter ging es zu Michel Saran und dessen neuesten Arbeiten, die sich zwischen abstrakter Farbfeldmalerei und zarten Frauenbildern bewegten. Den Abschluss der Fahrt bildete der Besuch bei Beate Bündgen, deren Holzstelen zum Projekt „Säulen der Freiheit“ gleichzeitig als Druckstöcke dienen und auf denen sie in archaischer, symbolhafter Bildsprache die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde als lebensnotwendige „Nahrung“ aller Lebewesen darstellt. Ebenso wie im letzten Jahr zeigten sich die Teilnehmer auch dieses Mal begeistert vom Konzept einer Fahrt durch die Kunstwelten im Kreis Heinsberg. Für René Radermacher, Mitarbeiter in der Werkstatt für behinderte Menschen in Oberbruch steht jedenfalls fest: „Im nächsten Jahr bin ich mit Sicherheit wieder dabei!“

 

v. l.n.r.: Jana Vincentz, , Heike Heinze, Annemarie Vaßen, Alfred Schachtzabel und Ellen Büsch sind begeistert von den Arbeiten von Rob Waterval (Mitte)

Koningsdag: Bunte Welten aus „Ut Glaashoes“ im Café Samocca in Heinsberg

„So möchte ich auch mal arbeiten können!“. Alfred Schachtzabel ist ebenso wie seine Begleiter ganz begeistert. „Jeden Tag zu malen, das wäre ein Traum.“ Der Mitarbeiter aus der Lebenshilfe-Werkstatt für behinderte Menschen in Heinsberg ist mit seinen Kolleginnen Heike Heinze und Annemarie Vaßen sowie den Betreuerinnen Jana Vincentz und Ellen Büsch angereist, um Arbeiten aus dem Atelier „Ut Glashoes“ in Maastricht für eine Ausstellung im Café Samocca in Heinsberg, in den Schaufenstern umliegender Geschäfte sowie im Lebenshilfe-Center in Oberbruch auszuwählen. „Bei den vielen tollen Bildern und Objekten fällt die Auswahl wirklich schwer“, da sind sich alle einig. „Ut Glashoes“, das sind eine Galerie und eine Ateliergemeinschaft von und mit Künstlern mit Behinderung in Maastricht. Bereits seit 1996 existiert dieses Projekt der niederländischen Behindertenorganisation „Radar“. Seit 2004 befinden sich die Arbeits- und Ausstellungsräume im „Ut Glashoes“ im Zentrum von Maastricht. Betreut von mehreren fest angestellten Künstlern und Ehrenamtlern sind hier insgesamt 30 Künstler kreativ tätig. Geert Savelberg ist einer davon und glücklich, dort regelmäßig arbeiten zu können. Seit 2007 reist der Autist dreimal in der Woche an, um seine detailverliebten Bilderwelten auf Leinwand zu bannen: „Ich sehe meinen Autismus als eine Gabe an. Ich muss nur einmal etwas sehen, dann habe ich es in meinem Kopf gespeichert und kann es in meinen Bildern verarbeiten.“ Vom 27. April bis zum 11. Juni sind seine Arbeiten und die seiner Kollegen und Kolleginnen im Café Samocca in Heinsberg (Öffnungszeiten Di-So 9-18 Uhr), Hochstraße 19, zu bewundern. Eröffnet wird die Ausstellung am niederländischen Koningsdag, 27. April, um 12 Uhr. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und dem Gewerbe- und Verkehrsverein Heinsberg sind in den Schaufenstern einiger umliegender Geschäfte weitere Arbeiten zu sehen. Zahlreiche weitere der farbenfrohen und phantasievollen Werke sind im selben Zeitraum auch im Lebenshilfe-Center in Oberbruch (Mo-Fr. 10-15Uhr) ausgestellt.

Detailverliebt: Erzählt in seinen Bildern Geschichten von gestern und heute: Geert Savelberg bei der Arbeit.

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Nach der großen Sonderausstellung im letzten Jahr im Begas Haus mit Kunstwerken von Menschen mit Behinderung aus den Ateliers der Lebenshilfen Bad Dürkheim, Aachen und Köln, stellte die Lebenshilfe Heinsberg mit dem Atelier „Ut Glashoes“ aus Maastricht einen weiteren kreativen Ort vor, an dem Künstler mit Behinderung arbeiten. Da war der „Koningsdag“ der geeignete Zeitpunkt für eine Ausstellungseröffnung im Café Samocca in Heinsberg sowie in Schaufenstern der Geschäfte „Bestattungen Wallraven“, „Caritas“, „Färv, „Tragbar“ und „Haarschneiderei“. Zahlreiche Gäste - darunter auch Bürgermeister Wolfgang Dieder und der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins Peter Heinrichs - und Mitarbeiter aus den Werkstätten für behinderte Menschen waren zur Eröffnung erschienen und konnten sich von der hohen Qualität der ausgestellten Werke überzeugen. Der stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Heinsberg – Jakob Lieck – betonte in seiner Begrüßung: „Wenn wir alle die Stärken von Menschen mit Behinderung betonen würden, statt deren Schwächen, sähe die Welt anders aus.“

Das 5-jährige Bestehen feierten die Mitglieder des Lokalen Teilhabekreises Erkelenz bei Kaffee und Kuchen im Klostercafé von Haus Hohenbusch. In entspannter und gemütlicher Atmosphäre ließen die Mitglieder des Lokalen Teilhabekreises Erkelenz die Ereignisse und Tätigkeiten der letzten 5 Jahre Revue passieren. Dazu zählen u. A. der intensive Austausch mit dem Ordnungsamt der Stadt Erkelenz und der Kultur GmbH zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit bei Kirmes und Lambertusmarkt. Beim letzten gemeinsamem Projekt der Lokalen Teilhabekreise im Kreis Heinsberg wurden auch in Erkelenz Geschäfte, Restaurants und Arztpraxen, bei denen Menschen mit Behinderung willkommen sind im Rahmen der Aktion „Wir sind dabei“ der Lokalen Teilhabekreise im Kreis Heinsberg ausgezeichnet. Außerdem beteiligte sich der Lokale Teilhabekreis Erkelenz am Weihnachtsmarkt und Niederrheinischen Radwandertag mit Informationsständen. Im Lokalen Teilhabekreis Erkelenz engagieren sich Menschen mit und ohne Behinderung für mehr Teilhabemöglichkeiten in Erkelenz. Zum nächsten Treffen am Dienstag, 11.7. 2017 ab 18:15 Uhr bei ViaNobis, Krefelder Str. 52 sind herzlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Mehr Informationen gibt es bei: Denise Lison/Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Kreis Heinsberg unter 02452 – 1557105 oder beim Caritasverband f. d. Region Heinsberg e.V. unter 02452 – 91920.