So einen Kirmessamstag hat es in Birgden noch nicht gegeben.

Birgden und viele Gäste feierten gemeinsam mit behinderten Menschen ein unvergessliches Musikfest. Der Benefizabend «Jeck für'n guten Zweck» toppte alle Kirmesveranstaltungen der letzten Jahrzehnte. Getrost kann man im Nachhinein sagen: Wer nicht dabei war, ist selbst schuld. Dabei stahl die Gruppe Workshop der Lebenshilfe allen anderen die Schau. Workshop feierte das zehnjährige Bestehen, und wer die Band Workshop von früher kannte und sie jetzt live erleben durfte, der kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Da wurde auswendig drei- bis vierstimmig gesungen, da wurde kein Einsatz verpasst und es schien, als würden die großen Bands oder Schlagerstars selbst auf der Bühne stehen. Einen ganz großen Auftritt hatte die kleine Sandy. Sie gewann einen internen Songcontest innerhalb der Lebenshilfe und hatte einen Riesenbammel vor ihrem Soloauftritt. Daniel und alle anderen Mitglieder munterten sie auf. «Sandy, Du schaffst das schon». so Daniel übers Mikrofon und Sandy sang sich in die Herzen aller. Workshop brachte das Festzelt zum Beben und als die Kellerjungs aus Süsterseel ihre Freunde der Lebenshilfe auf der Bühne begleiteten, wurde es eine «Supergeile Zick». Birgden erlebte eine Sternstunde im Leben der Lebenshilfe. Martin Grefen vom Hitradio, der den Abend moderierte, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, es gab tosenden Applaus für Workshop. Zuvor stand die Showtanzgruppe der Lebenshilfe Silberstern auf der Bühne. Die Truppe ist ebenfalls ein Juwel der Lebenshilfe. Heinz Ernst aus Süsterseel mit seinem Saxofonpartner Cor Lagerwaard eröffneten das Programm, wobei Heinz Ernst mit seiner Band «Echt lekker» nachher weiter für Powerstimmung sorgte. Zwischen den Musikbeiträgen sorgten die Showtanzgruppe «Inferno» aus Birgden und «Showlights» aus Waldenrath für weitere Glanzlichter. Zu später Stunde kam die Gruppe Kassala, die Senkrechtstarter aus der Domstadt Köln. Alle hatten sich riesig auf diesen Auftritt gefreut, es wurde das erwartet große Musikerlebnis. Das war aber noch nicht alles: Gegen Mitternacht übernahmen die Kellerjungs wieder das Kommando und ließen die Nacht zum Tage werden. «Dieser Abend bedeutet uns sehr viel. Es wird immer schwieriger darzustellen, dass wir Schützen mehr sind als nur eine Verein, der feiert, marschiert oder schießt. Das ist ein Abend, an dem wir zeigen können: Wir sind mehr, für uns sind Glaube, Sitte und Heimat mehr als nur ein Schlagwort. Dieser Abend ist gut für den Ort, für uns Schützen und für die Lebenshilfe», so Hermann-Josef Peters, Präsident der St.-Urbanus-Schützenbruderschaft Birgden. Er lobte die Bewohner der Lebenshilfeeinrichtung für Birgden für ihre Teilnahme an allen Feierlichkeiten im Ort. Im Laufe des Abends würdigten Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe und Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe, zusammen mit Marianne Bückers alle Akteuren, sie dankten allen, die mitgeholfen haben, diesen Abend zu organisieren. [Heinz Eschweiler]

 Einen herzlichen Dank an die Busunternehmen von den Driesch und Palmen: Sie haben am Abend kostenlos unsere Clubmitglieder nach Birgden gefahren!

01
02
03
04
05
06
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
24a
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84