„Das war ein besonderer Auftrag, der uns viel Spaß gemacht hat!“, sagt Michael Maaßen. Wenn am 1. Mai um 10 Uhr in Birgden der Neubau des historischen „Güter- und Expressgut-Bahnhofes“ an der Bahnhofstraße feierlich eingesegnet wird, ist Michael Maaßen gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Klosa dabei. In rund 120 Stunden Arbeitszeit entwickelten die beiden Schreinerei-Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Heinsberg unter Anleitung des Fachangestellten und Schreiners Sebastian Hoffmann die Eingangs- und Innentüren sowie zwei große Rolltore nach historischem Vorbild. Zudem übernahmen sie einen Teil des Innenausbaus. Für den Schreiner Sebastian Hoffmann war es ein interessantes Projekt, um seine berufliche Erfahrung in der alten Handwerkskunst der Holzverarbeitung den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Schreinerei vermitteln zu können. „Die Arbeit hat sich gelohnt und wir sind ziemlich stolz auf das Ergebnis!“ Da die Tore eine Maßanfertigung sind, wurde das Rollschienensystem in der Metallverarbeitung der Prospex GmbH entwickelt, der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung. „Wir sind mit dem Wohnverbund in Birgden nicht nur ein direkter Nachbar an der Schienenstrecke der Selfkantbahn, wir nehmen auch seit Jahrzehnten aktiv teil am Birgdener Dorfleben. Deshalb haben wir gerne den Aufbau des Bahnhofshäuschens unterstützt“, sagt Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg. Das Bahnhofshaus in Birgden wurde auf Initiative des Ehrenbürgermeisters Heinrich Aretz nach historischem Vorbild und in ehrenamtlichem Engagement zahlreicher Unterstützer in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit realisiert. Die Einsegnung und feierliche Eröffnung des neu errichteten Bahnhofs findet statt am 1. Mai um 10 Uhr.

„Passt perfekt und sieht super aus!“ Detlef Boettcher (re.), Vorstandsmitglied der Selfkantbahn und Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz (2.v.re.) loben die handwerkliche Leistung der Mitarbeiter der Lebenshilfe-Schreinerei, Michael Maaßen, Marco Klosa und Lebenshilfe-Fachangestellten Sebastian Hoffmann.

 

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Der Familien unterstützende Dienst (FuD) der Lebenshilfe Heinsberg hatte in Kooperation mit dem Ev. Kinder und Jugendzentrum Wassenberg zu integrativen Ferienspielen unter dem Motto „Großes Clown-Projekt“ eingeladen. An vier Tagen erarbeiteten 30 Kinder mit und ohne Behinderung mehrere Sketche, in denen „peinliche“ oder „verzwickte“ Alltagssituationen pantomimisch dargestellt wurden. Unterstützt wurden die Teilnehmer von Assistenten des FuD und ehrenamtlichen Teamern des Campanushauses, die im Vorfeld in einem Tagesworkshop für dieses Projekt geschult wurden. Geleitet wurden die Ferienspiele von Sascha Weingran, der seit 1998 für die Lebenshilfe Heinsberg als Gruppenleiter im Förderbereich arbeitet und eine Ausbildung in Clownerie, Pantomime, Improvisationstheater und Kommunikation mit Auszeichnung abschloss: „Die Kids waren begeistert bei der Sache. Alle haben sich mit Spaß und Kreativität eingebracht und tolle Ideen entwickelt. Was mich am meisten gefreut hat, ist, dass Behinderung oder Nicht-Behinderung überhaupt keine Rolle spielte. Ich habe nur gestaunt, wie schnell sich ein unkompliziertes Miteinander entwickelt hat.“ Dies konnte man in der Tat am letzten Tag der Ferienspiele erleben, als die Ergebnisse vor Publikum präsentiert wurden. Die Jugendleiterin des Campanushauses, Melanie Palm und Alexander Frings vom FuD begrüßten zahlreiche Eltern, Freunde und Angehörige, die jede Darbietung lautstark beklatschten. Selbst der Osterhase schien begeistert, hatte er doch für jeden Teilnehmer sowie die Assistenten als Danke-Schön einen Schoko-Hasen mitgebracht.

 

v. l.n.r.: Jana Vincentz, , Heike Heinze, Annemarie Vaßen, Alfred Schachtzabel und Ellen Büsch sind begeistert von den Arbeiten von Rob Waterval (Mitte)

Koningsdag: Bunte Welten aus „Ut Glaashoes“ im Café Samocca in Heinsberg

„So möchte ich auch mal arbeiten können!“. Alfred Schachtzabel ist ebenso wie seine Begleiter ganz begeistert. „Jeden Tag zu malen, das wäre ein Traum.“ Der Mitarbeiter aus der Lebenshilfe-Werkstatt für behinderte Menschen in Heinsberg ist mit seinen Kolleginnen Heike Heinze und Annemarie Vaßen sowie den Betreuerinnen Jana Vincentz und Ellen Büsch angereist, um Arbeiten aus dem Atelier „Ut Glashoes“ in Maastricht für eine Ausstellung im Café Samocca in Heinsberg, in den Schaufenstern umliegender Geschäfte sowie im Lebenshilfe-Center in Oberbruch auszuwählen. „Bei den vielen tollen Bildern und Objekten fällt die Auswahl wirklich schwer“, da sind sich alle einig. „Ut Glashoes“, das sind eine Galerie und eine Ateliergemeinschaft von und mit Künstlern mit Behinderung in Maastricht. Bereits seit 1996 existiert dieses Projekt der niederländischen Behindertenorganisation „Radar“. Seit 2004 befinden sich die Arbeits- und Ausstellungsräume im „Ut Glashoes“ im Zentrum von Maastricht. Betreut von mehreren fest angestellten Künstlern und Ehrenamtlern sind hier insgesamt 30 Künstler kreativ tätig. Geert Savelberg ist einer davon und glücklich, dort regelmäßig arbeiten zu können. Seit 2007 reist der Autist dreimal in der Woche an, um seine detailverliebten Bilderwelten auf Leinwand zu bannen: „Ich sehe meinen Autismus als eine Gabe an. Ich muss nur einmal etwas sehen, dann habe ich es in meinem Kopf gespeichert und kann es in meinen Bildern verarbeiten.“ Vom 27. April bis zum 11. Juni sind seine Arbeiten und die seiner Kollegen und Kolleginnen im Café Samocca in Heinsberg (Öffnungszeiten Di-So 9-18 Uhr), Hochstraße 19, zu bewundern. Eröffnet wird die Ausstellung am niederländischen Koningsdag, 27. April, um 12 Uhr. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und dem Gewerbe- und Verkehrsverein Heinsberg sind in den Schaufenstern einiger umliegender Geschäfte weitere Arbeiten zu sehen. Zahlreiche weitere der farbenfrohen und phantasievollen Werke sind im selben Zeitraum auch im Lebenshilfe-Center in Oberbruch (Mo-Fr. 10-15Uhr) ausgestellt.

Detailverliebt: Erzählt in seinen Bildern Geschichten von gestern und heute: Geert Savelberg bei der Arbeit.

Das 5-jährige Bestehen feierten die Mitglieder des Lokalen Teilhabekreises Erkelenz bei Kaffee und Kuchen im Klostercafé von Haus Hohenbusch. In entspannter und gemütlicher Atmosphäre ließen die Mitglieder des Lokalen Teilhabekreises Erkelenz die Ereignisse und Tätigkeiten der letzten 5 Jahre Revue passieren. Dazu zählen u. A. der intensive Austausch mit dem Ordnungsamt der Stadt Erkelenz und der Kultur GmbH zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit bei Kirmes und Lambertusmarkt. Beim letzten gemeinsamem Projekt der Lokalen Teilhabekreise im Kreis Heinsberg wurden auch in Erkelenz Geschäfte, Restaurants und Arztpraxen, bei denen Menschen mit Behinderung willkommen sind im Rahmen der Aktion „Wir sind dabei“ der Lokalen Teilhabekreise im Kreis Heinsberg ausgezeichnet. Außerdem beteiligte sich der Lokale Teilhabekreis Erkelenz am Weihnachtsmarkt und Niederrheinischen Radwandertag mit Informationsständen. Im Lokalen Teilhabekreis Erkelenz engagieren sich Menschen mit und ohne Behinderung für mehr Teilhabemöglichkeiten in Erkelenz. Zum nächsten Treffen am Dienstag, 11.7. 2017 ab 18:15 Uhr bei ViaNobis, Krefelder Str. 52 sind herzlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Mehr Informationen gibt es bei: Denise Lison/Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Kreis Heinsberg unter 02452 – 1557105 oder beim Caritasverband f. d. Region Heinsberg e.V. unter 02452 – 91920.

Tolle Arbeiten von Künstlern mit Behinderung aus dem Atelier "Ut Glaashoes" in Maastricht sind ab dem 27.4.2017 im Café Samocca und in den Schaufenstern anliegender Geschäfte in Heinsberg zu bewundern. Die Eröffnung im Café Samocca findet statt im Rahmen des Koningsdags am 27.4.2017 um 12 Uhr unter dem Motto "Oranje City Heinsberg"