Fördern - Beraten - Zusammenleben: Dafür steht seit Jahrzehnten die Triangel der Lebenshilfe Heinsberg ebenso wie für ein inklusives Miteinander. Kinder mit und ohne Behinderung und Kinder unterschiedlicher Kulturen lernen in der Gemeinschaft mit- und voneinander. Kita-Team und Eltern arbeiten intensiv und vertrauensvoll zusammen, um den Kindern die bestmögliche Förderung zu ermöglichen. Ab sofort darf sich die integrative Kindertagesstätte Triangel in Geilenkirchen Familienzentrum nennen. Die Zertifizierung wird im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen. Mit dieser neuen Bezeichnung wurden auch Ziele und Aufgaben der Einrichtung erweitert. So ist soeben erstmals ein Programmheft mit allen wichtigen Infos zu Veranstaltungen, die bis Juni 2016 dort stattfinden, erschienen: Ob Beratung in Erziehungsfragen, Elterntreffs oder Tanz und Musikprojekte, - die Pädagogen und Therapeuten der Triangel haben ein breites Angebot an Kursen, Seminaren und Vorträgen erarbeitet und zusammengestellt. Besonderes Augenmerk wurde hierbei - neben dem inklusiven Ansatz - auf Unterstützung und Bildung von Eltern sowie die Sprachförderung von Kindern gelegt. Die Veranstaltungen sind nicht beschränkt auf die Eltern der Kita-Kinder, sondern offen für alle interessierten Bürger der Region. „Kinderwelten/Medienwelten“ hieß nun die Auftaktveranstaltung der Programmreihe. Daniel Kus, Referent der Landesanstalt für Medien NRW, informierte interessierte Eltern über den richtigen Umgang mit Medien: Welche Medien gehören ins Kinderzimmer? Wie viel Konsum ist gut für mein Kind? Welche altersgerechten Angebote gibt es? Der Referent bezog die anwesenden Eltern - deren Erfahrungen oder Ängste - immer wieder mit ein, fragte nach deren Mediengewohnheiten und gab praktische Tipps zum Umgang mit Medien. Die abschließende Diskussionsrunde geriet schließlich zum regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Die kostenlose Broschüre der Triangel „Programm 2015-2016“ ist erhältlich im Familienzentrum Triangel, Robert-Koch-Straße 21, sowie in der Geschäftstelle der Lebenshilfe Heinsberg in der Parkstraße 26 in Oberbruch. Mehr Infos unter www.lebenshilfe-heinsberg.de.

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Im Januar 2014 begann das große Bauprojekt der Lebenshilfe Heinsberg auf dem ersten und ältesten Vereinsgrundstück in Heinsberg-Oberbruch: Aufgrund starker Grundwasserschäden musste der Altbaukomplex mit Verwaltungstrakt, Küche und Speisesaal abgerissen werden. Jetzt entsteht an der Richard-Wagner-Straße 5 mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch ein Lebenshilfe-Center für die vielfältigen ambulanten Dienste und Förderangebote. Das Obergeschoß wird neue Räume für die Vereinsverwaltung bieten. Zudem entsteht ein neuer Speisesaal sowie eine moderne Küche, in der zukünftig mehr als 2000 Essen pro Tag produziert werden.

Nur zufriedene Gesichter gab es nach einer Podiumsdiskussion mit den fünf Bürgermeister-Kandidaten, zu der der Lokale Teilhabekreis Geilenkirchen in den Bürgertreff nach Geilenkirchen eingeladen hatte. Adelheid Venghaus (KoKoBe) und Martina Alba (Caritasverband) freuten sich ebenso wie die Bürgermeisterkandidaten Christian Kravanja , Ronnie Goertz, Horst Grunert, Georg Schmitz und Manfred Theves über die zahlreich erschienen Zuhörer. Diese - zum großen Teil Menschen mit Behinderung – wollten etwas darüber erfahren, wie die Kandidaten sich für Menschen mit Behinderung einsetzen werden. Bevor Moderator Kurt Lehmkuhl die Diskussion eröffnete, informierte zunächst der Behindertenbeauftrage der Stadt Geilenkirchen, Heinz Pütz, über die Möglichkeiten der Stimmabgabe: Man brauche nicht unbedingt eine Wahlbenachrichtigung und man müsse auch kein Wahllokal aufsuchen, um wählen zu können. Bereits jetzt könne im Rathaus gewählt werden. Und Briefwahl ist natürlich auch möglich. Im Vorfeld der Podiumsdiskussion hatte ein Arbeitskreis des Lokales Teilhabekreises Fragen an die Kandidaten erarbeitet: Probleme bei den Vergünstigungen für Menschen mit Behinderungen beim Pfingstmarkt wurden angesprochen ebenso wie der Bau des neuen Schwimmbades in Geilenkirchen, bei dessen Planung Menschen mit Behinderung eingebunden werden wollen. Weitere Themen waren Änderungen bei der Geilenkirchener Tafel bezüglich größerer Räume und Änderung der Öffnungszeiten, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, besonders für Alleinstehende und Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung in Geilenkirchen. Die Kandidaten bemühten sich, auf alle Fragen verständlich zu antworten und versicherten, sich den Themen anzunehmen. Natürlich hätten sie – selbst als Bürgermeister - nicht auf alles Einfluss, versprachen jedoch, jederzeit für die Belange Menschen mit Behinderung da zu sein.

Auf Einladung des Kreisverbandes der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) besuchte Claudia Middendorf, CDU-Sozialpolitikerin und Landtagsabgeordnete aus Dortmund, die Lebenshilfe Heinsberg, um die vielfältigen beruflichen Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten der Werkstatt für behinderte Menschen kennen zu lernen. Claudia Middendorf ist Berichterstatterin der CDU-Fraktion für dieses Fachgebiet und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Begleitet wurde sie dabei von dem CDU-Kreisvorsitzenden und dem heimischen Landtagsabgeordneten Bernd Krückel, dem CDA-Kreisvorsitzenden Alexander Scheufens und weiteren CDA-Vorstandsmitgliedern.  Denn die CDA, der Sozialflügel der CDU, lädt im Rahmen ihrer Sommertour jedes Jahr Fachpolitiker zum Besuch und Gespräch mit Institutionen und Unternehmen vor Ort ein.

„Durch die individuelle Förderung kann sich jeder Mensch am Arbeitsprozess in der Werkstatt für behinderte Menschen beteiligen, die Schwere seiner Behinderung spielt da keine Rolle“, erläutert Förderbereichsleiter Theo Heinen (hinten, Mitte) den Gästen.


„Seit mehr als 40 Jahren bietet die Lebenshilfe Heinsberg Arbeits- und berufliche Förderangebote mit dem Ziel, jedem Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen“, erläuterten Vorstandsmitglied Heinz-Willi Jansen und Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen in ihrer Begrüßung. „Wir legen Wert auf vielfältige Produktions- und Dienstleistungsangebote, denn wir suchen nicht den Menschen für unsere Arbeit, sondern erweitern ständig unsere Arbeitsangebote, um die Kompetenz unserer Mitarbeiter zu fördern und ihnen vielfältiges Know-How zu vermitteln“, so Johnen. Für die berufliche Begleitung und Assistenz der rund 1100 Mitarbeiter stehen rund 250 Fachkräfte aus Industrie und Wirtschaft, Pädagogik und Pflege mit Zusatzqualifikationen in der Arbeits- und Berufsförderung zur Verfügung. „Unser Ziel ist die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben“, so Johnen weiter, deshalb verstehen wir die Werkstatt für behinderte Menschen als integralen Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes. Neben der Möglichkeit, dauerhaft in den unterschiedlichen Abteilungen der Werkstatt zu arbeiten, haben die Mitarbeiter auch die Chance, externe Betriebe durch betriebsintegrierte Praktika und Arbeitsplätze kennen zu lernen.

Die pädagogische Betriebsstättenleiterin Trudy Steffens (hinten rechts) erläutert Claudia Middendorf MdL (hinten links) die individuellen Arbeitsförderangebote am Beispiel von Raphael Maaß, der von seiner Assistentin Tanja Morjan am Arbeitsplatz begleitet wird.

 

Daraus können sich berufliche Chancen entwickeln, wie die Gäste beim anschließenden Besuch in der Bäckerei Jürgen Dick feststellen konnten. Hier führte sie der frisch gebackene Bäckergeselle Michael Örtel durch die große Backstube an der Industriestraße in Heinsberg. „Michael Örtel arbeitete früher in der Küche der Lebenshilfe Heinsberg. Sein Wunsch war es, Bäcker zu werden“, erläuterte Wolfgang Voßen, pädagogischer Leiter der Lebenshilfe-Werkstatt. „Also suchten wir mit ihm eine geeignete Praktikumsstelle. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit Jürgen Dick fanden wir einen Platz für Herrn Örtel.“ Bäckermeister Jürgen Dick erkannte das Engagement seines Praktikanten und wollte ihm eine Chance geben: „Herr Örtel hat uns mit seinem Engagement überzeugt und nach Verlängerung des Praktikums stand für uns fest, dass er das Zeug für die Ausbildung zum Bäckerhelfer hat.“ Schließlich schaffte Michael Örtel im weiteren Ausbildungsverlauf sogar die Gesellenausbildung und wurde im Sommer 2015 losgesprochen. „Nicht jeder Werkstatt-Mitarbeiter wird diesen Berufsweg einschlagen können“, erklärte Edgar Johnen, „aber wir bieten heute schon mit mehr als 60 betriebsintegrierten Arbeitsplätzen in Kindergärten, Altenheimen, im Handwerk sowie in diversen Industriezweigen eine Vielzahl individueller, beruflicher Teilhabechancen im allgemeinen Arbeitsmarkt.“

„Der Michael macht das richtig gut“: Überzeugt stellt sein Chef Jürgen Dick (re.) fest, wie souverän der „frisch gebackene“ Bäckergeselle Michael Örtel (2.v.) den Landtagsabgeordneten seine Arbeit erläutert.


Zudem bietet die Lebenshilfe-Werkstatt mit mittlerweile vier Cafés auch eigene berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten im gastronomischen Bereich, wovon sich die Gäste beim abschließenden Besuch im Café Samocca überzeugen konnten. Das Museumscafé Samocca am BEGAS Haus beschäftigt zehn Menschen mit Behinderung. Sie sind beteiligt an allen Abläufen - von der Zubereitung der Speisen und Getränke bis zum Servieren und Kassieren. Die CDU-Abgeordneten Claudia Middendorf und Bernd Krückel zeigten sich begeistert von diesen beruflichen Entwicklungschancen für Menschen mit Behinderung im Kreis Heinsberg. Alexander Scheufens, der wie Claudia Middendorf auch Mitglied im CDA-Landesvorstand ist, betonte die Chancen des ausgereiften Werkstätten-Systems in Deutschland: „Was wir heute gesehen haben, ist beeindruckend! Durch die Vielfalt der beruflichen Förderangebote findet in der Werkstatt jeder Mensch einen Arbeitsplatz, der zu ihm passt und der ihm gefällt. Auch Menschen mit schweren Behinderungen werden in dieser Werkstatt-Vielfalt fest eingebunden und ganz individuell gefördert. Das ist echte Teilhabe am Arbeitsleben!“ Er warnte zugleich: „Es darf im Kontext der aktuellen Inklusionsdebatte nicht zu einer Fehlentwicklung kommen. Der derzeit politisch diskutierte Ausbau alternativer Werkstattangebote für behinderte Menschen darf nicht im Ergebnis dazu führen, dass es nur noch Angebote für die Leistungsstärkeren gibt. Wir brauchen auch in Zukunft ein Werkstatt-System, in dem alle Menschen mit Behinderung gefördert werden können, egal wie schwer ihre Behinderung ist.“
Als ein solches Negativbeispiel für eine verfehlte Inklusionspolitik verwies Scheufens auf England. Hier sei das über Jahrzehnte gewachsene Werkstättensystem für behinderte Menschen „regelrecht implodiert“. Denn zwischen 2007 und 2013 wurden dort alle Werkstätten geschlossen. Nun hätten heute in England schwerstbehinderte Menschen kaum noch eine Chance, am Arbeitsleben teilzunehmen. Dazu dürfe es in Deutschland nicht kommen, so Scheufens: „Vielmehr sollten wir die bereits vorhandenen Werkstattangebote sowie die Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten durch betriebsintegrierte Arbeitsplätze langfristig und dauerhaft ausbauen. Das Ziel muss sein: eine umfassende Inklusion für alle! Und genau das haben wir heute hier bei der Lebenshilfe in Heinsberg beobachten dürfen.“

 

Claudia Middendorf MdL (3.v.li.) und CDA-Landesvorstandsmitglied Alexander Scheufens (li.) überzeugten sich gemeinsam mit dem CDA-Kreisvorstand von der Arbeitsvielfalt in der Lebenshilfe-Werkstatt.

 

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Wege schlängeln sich durch den sattgrünen Rasen