Sie ist noch gar nicht fertiggestellt, und doch gibt es bereits die erste Spende für die inklusive Kita der Lebenshilfe an der Mühlenstrasse in Ratheim. Dort ist ein Neubau mit 40 Plätzen für Kinder mit und ohne Behinderung ab drei Jahren geplant, - ebenso wie eine Zweigstelle der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) für Säuglinge und Kleinkinder mit Entwicklungsverzögerung.

Im Rahmen der 125-Jahr-Feier am 23.03.2016 hat die Belegschaft der Bobst Meerbusch GmbH an einem Wettpuzzle teilgenommen, diverse Teams haben auf Geschwindigkeit gepuzzelt und pro gelegtes Puzzle-Teil EUR 0,50 erspielt. Das Gewinnerteam hat entschieden, insgesamt 2660€ an die Lebenshilfe Heinsberg zu spenden. Das Geld wird in Therapie- und Spielgeräten für die neue Kita in Ratheim investiert. Begleitet von Michéle de Greef (Triangel Oberbruch), Birgit Roye (Triangel Geilenkirchen) und Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Heinz-Willi Jansen wurden Kinder der Triangel in Oberbruch im Competence Center in Meerbusch herzlich empfangen. Sie überreichten Managing Director Dirk Corsten als Dankeschön ein selbstgemaltes Bild. Claudia Henke (Betriebsrat), Harald Wagner (Service-Leiter), und Gabi Haefs (Personal-Leitung) vom Druckmaschinen-Hersteller starteten anschließend die Maschinen und zeigten den Kindern, was die so alles können. Zum Abschied erhielten die kleinen Gäste noch jede Menge Kartons und Pappen. Damit ist der Bastelbedarf in den Kitas für geraume Zeit gesichert.

 

Mehr als 250 Gäste erlebten einen exklusiven und sehr unterhaltsamen Abend mit dem Comedian, Sport- und Ernährungsexperten Patric Heizmann. Der TV-bekannte Entertainer besuchte die Lebenshilfe Heinsberg im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für die Angestellten der Lebenshilfe. Mit gutem Humor und vielen Infos rund um Bewegung und Ernährung zog der Entertainer aus Freiburg die Gäste in seinen Bann, erläuterte alte und neue Erkenntnisse aus der Ernährungswissenschaft und erklärte einfachste Übungen, um den Alltag bewusst gesünder und aktiver zu gestalten. „Mein Besuch hier in Heinsberg hat mir sehr gefallen, das war ein tolles Publikum und eine schöne Bühne im neuen Speisesaal“ bedankte sich Patric Heizmann bei der Lebenshilfe.

 

 

 

 

Ende März verteilte der Lokale Teilhabe-Kreis Erkelenz mit Unterstützung des Ev. Jugendzentrums ZaK die Fragebögen zur Aktion „Wir sind dabei“ an ausgewählte Restaurants, Arztpraxen, Ladenlokale und öffentliche Gebäude in Erkelenz. Für die Stadtverwaltung Erkelenz nahm der 1. Beigeordnete der Stadt Herr Dr. Gotzen den Fragebogen entgegen. Die Mitglieder des Lokalen Teilhabe-Kreises bedanken sich für bereits über 30 ausgefüllte und zurück gesandte Fragebögen! Nach der Auswertung durch eine Jury, werden hinreichend barrierefreie Gebäude Ende des Jahres ausgezeichnet. Im Lokalen Teilhabe-Kreis Erkelenz engagieren sich Menschen mit und ohne Behinderungen für mehr Barrierefreiheit in Erkelenz, so dass jeder teilhaben kann. Moderiert wird der Lokale Teilhabe-Kreis Erkelenz von Birgit Vasters, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg e.V. und Denise Lison, Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Kreis Heinsberg. Zum nächsten Treffen sind Interessierte herzlich eingeladen am 5.7.2016 ab 18:15 Uhr im Multiraum des Wohnverbundes Erkelenz des Lebenshilfe Heinsberg e.V., Südpromenade 3. Anmeldungen werden entgegen genommen von Denise Lison, KoKoBe Kreis Heinsberg, Tel: 02452 – 1557105 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Wahl der „richtigen Schule“ für das eigene Kind ist eine schwierige individuelle Entscheidung, auch wenn Fachleute gerne Rat und Unterstützung anbieten. Im Familienzentrum Triangel in Geilenkirchen trafen sich schulische Vertreter und betroffene Eltern aus dem Kreis Heinsberg zu einem Diskussionsabend rund um die schulische Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Schulrat Christof Esser berichtete darüber, dass schulische Inklusion noch längst nicht unter den von allen Beteiligten gewünschten Bedingungen gelebt wird. Momentan wird jedem Kind mit Förderbedarf sowohl ein Platz in einer der drei Förderschularten (Lernen/Sprache/sozial-emotionale Entwicklung, Köperbehinderung oder geistige Behinderung) als auch in einer ortsnahen Schule mit entsprechender sonderpädagogischer Unterstützung angeboten. Die Eltern können dann entscheiden, welche der beiden Möglichkeiten für ihr Kind geeignet ist, was jedoch häufig an den fehlenden Rahmenbedingungen (Barrierefreiheit, Betreuung in Alltagssituationen) scheitert. Ähnlich wie in den KiTas werden auch an den Schulen individuelle Förderpläne bezüglich Ziele und Lehrstoff erstellt. Diese werden gemeinsam mit den Eltern besprochen, so dass jedes Kind da „abgeholt werden kann, wo es steht“, egal, welche Schulform besucht wird. Was den Kreis Heinsberg angeht, gibt es nach wie vor ein vielfältiges Schulangebot. Es bestehen jedoch noch nicht an allen Schulen die Rahmenbedingungen, die für die vielfältigen Bedarfe von Kindern mit schwereren Beeinträchtigungen nötig sind. Schulischen Vertreter und Elternschaft waren sich einig, dass - wenn auch bislang nur erste Schritte zu einer gemeinsamen Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung im schulischen Bereich erfolgt sind - auch in Zukunft in Inklusion zu investieren und Konzepte zur besseren Umsetzung zu entwickeln.