Mit „Vollgas“ präsentierte die Lebenshilfe-Band Workshop einen neuen Song zum 5.Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, an dem jährlich deutschlandweit Einrichtungen der Behindertenhilfe für den Abbau von Barrieren und für mehr Teilhabechancen für Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben demonstrieren. „Wir wollten den Aktionstag nicht zum Anlass nehmen, um mit dem Finger auf Missstände und Barrieren in unserer Gesellschaft zu zeigen“, erklärt Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen und betont: „sondern wir wollen die Menschen dafür begeistern, wie viel Inklusion und Miteinander im Kreis Heinsberg heute schon möglich ist!“ Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Band nun schon. Was als kulturelles Angebot im Rahmen der Reha-Maßnahmen entstand, hat sich heute zu einer festen Bandkonstellation mit einem breiten Repertoire kölscher und rockiger Coversongs weiterentwickelt. Spätestens seit dem ersten eigenen Song „Auf geht’s!“ und der Wahl zum Karnevalsnewcomer 2011 des Radiosenders 100‘5DASHITRADIO ist Workshop im Kreis Heinsberg bekannt: “Wir haben in den vergangenen zwei Jahren einige gebuchte Auftritte zur Kirmes oder anderen öffentlichen Veranstaltungen absolviert und dafür Gagen erhalten, und mittlerweile hat die Band ihren eigenen Soundstil gefunden“, sagt Marco Roßkamp, Mitgründer und Koordinator des inklusiven Musikprojektes. „Wir präsentieren unseren eigenen Song, professionell aufgenommen vom Ex-Höhner-Gitarristen Ralf Rudnik in seinem Westend-Studio in Wegberg. Uns macht es mächtig stolz, wie sich die Band entwickelt hat“. Die Zeit mit der Band im Studio hat auch den professionellen Musiker Ralf Rudnik beeindruckt: „Jeder von uns hat eine kleinere oder größere Behinderung, aber in dem Moment, wo es um Musik geht, spielt Behinderung keine Rolle mehr. Das sind tolle Musiker!“ Da die Produktion des Songs durch die Aktion Mensch gefördert wird, hat sich die Band entschieden, ihren Song kostenlos zur Verfügung zu stellen – hörbar ab 5. Mai auf der Homepage der Lebenshilfe Heinsberg. Infos: www.lebenshilfe-heinsberg.de

„Na, wie sehe ich aus?“ Mary-Sue Thielen schaut ganz selbstbewusst und ein wenig keck in die Runde:

Das Freiwillige Sozialen Jahr bietet Möglichkeiten, Menschen mit Behinderung in ihrem Wohn- oder Arbeitsumfeld zu begleiten. „Man übernimmt oft zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung für einen anderen Menschen und assistiert, wenn dieser Unterstützung benötigt“, erklärt Trudy Steffens vom Pädagogisch-Sozialen Dienst. „Viele junge Menschen geben uns nach ihrem Einsatz in der Lebenshilfe das Feedback, dass ihr FSJ eine persönliche Bereicherung war, die prägt und Lebensperspektiven verändert.“
Nadine Weidner steht für mehr als zehn junge Menschen, die sich allein im vergangenen Jahr entschlossen haben, nach dem FSJ weiterhin mit Menschen mit Behinderung in der Lebenshilfe zu arbeiten: Sie absolviert eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und hat bereits Pläne, wie es nach ihrer Ausbildung weitergeht: „Die kreative Arbeit mit Menschen mit schwerer Behinderung im Förderbereich der Werkstatt liegt mir sehr, deshalb werde ich mich nach meiner Ausbildung im Bereich Kunsttherapie weiterbilden.“

Mehr Infos rund um das FSJ gibt es hier - oder tel. bei Sarah Fassbinder, Tel. 02452 - 969236

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„Wir haben hier viele Eindrücke über die Arbeit der Werkstätten für Menschen mit Behinderung mitgenommen. Sie finden hier die Möglichkeit, entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten tätig zu werden. Mit der Verbindung aus Betreuung, Arbeit und Förderung der persönlichen Fähigkeiten der Menschen tragen die Werkstätten ihrem integrativen Auftrag Rechnung“, fasst der Kreisvorsitzende der FDP Dr. Klaus Wagner seine Eindrücke vom Besuch zusammen. „Und was nicht minder wichtig ist: Die Freude an der Beschäftigung war bei unserem Besuch deutlich zu spüren.“ Die FDP-Politiker waren sich einig, dass auch die Politik bei der Förderung schwer und schwerstbehinderter Menschen vor allem das Wohl der behinderten Menschen im Blick behalten muss. "Politische Entscheidungen müssen weniger von theoretischen Überlegungen, als von praktischen Erfahrungen und Perspektiven geprägt sein", so Wagner.

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Joachim Stamp MdL stellte noch einmal klar, dass die Liberalen zur Inklusion stehen, für die die hervorragende Arbeit in den Förderschulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ein Maßstab sein muss. Denn es geht darum, auch Menschen mit schweren Behinderungen einen Raum zur Entfaltung zu bieten. „Daher steht die FDP im Kreis Heinsberg für den Erhalt der Förderschulen. Mehr noch - sie sollen zu Inklusionszentren weiterentwickelt werden. Die Inklusion ist keine Einbahnstraße, sondern muss von beiden Seiten betrachtet werden. So wie dies bereits in der Werkstatt gelebt wird und eine Öffnung in beide Richtungen möglich macht. Wir sehen hier ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Inklusion, zieht Stefan Lenzen, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg und Spitzenkandidat der Liberalen ein erstes Fazit des Besuchs. „Wir werden solche Besichtigungen mit der Fraktion und dem Dialog mit den Menschen vor Ort auch in Zukunft fortsetzen.“, fühlte sich der Fraktionschef Stefan Lenzen von den Reaktionen der Gesprächspartner bestätigt.

Mehr Besucher als erwartet kamen zu einer besonderen Buchpräsentation im Rahmen des Sundayte-Gottesdienstes in der Generationenkirche in Unterbruch.