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Mehr als 150 Ehrenamtler der Lebenshilfe Heinsberg waren der Einladung zum Ehrenamtstag gefolgt.

Der CBF 70 Club Behinderter und ihrer Freunde besteht aus 120 behinderten und nicht behinderten Mitgliedern jeglichen Alters.

Beim verkaufsoffenen Sonntag mit Büchermarkt und Autoschau in Wegberg hatte die Kreissparkasse Heinsberg ihr Espressomobil vor dem Café Samocca geparkt

Die Lebenshilfe Bundesvereinigung hat ein Wörterbuch in leichter Sprache entworfen. Es enthält schwierige Wörter leicht erklärt.

Hier gehts zum WörterbuchWörterbuch

 

 

Ganz im Kontext Inklusion stand die diesjährige Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Heinsberg. „Wir unterstützen den gesellschaftlichen Inklusionsprozess“, erklärte Klaus Meier, Vorsitzender der Lebenshilfe Heinsberg e.V., zur Eröffnung. „Aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese für die Menschen mit Behinderung so tolle und wichtige Errungenschaft unbedingt mit der Brechstange umgesetzt werden muss!“ Man dürfe weder die betroffenen Menschen noch die verantwortlichen Systeme überfordern - am Beispiel Schule sehe man Anzeichen, dass Schüler mit und ohne Behinderung ebenso wie Lehrer und Eltern überfordert seien. Klaus Meier verwies auf den Besuch besorgter Eltern der Lebenshilfe-Kitas im Landtag. Ihre Botschaft gegenüber der Politik hatten sie klar formuliert: Eine bestmögliche, individuelle Förderung ihrer Kinder mit Behinderung ist ihnen wichtiger als die inklusive Beschulung. Zudem sorgt sich Klaus Meier um einen zunehmende Ökonomisierung der Inklusionsdebatte und zitiert den Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Lebenshilfe NRW, Uwe Schummer: „Selbst die Abgeordneten im Deutschen Bundestag, die bislang sehr euphorisch die Debatte um die Inklusion geführt haben, stellen plötzlich fest, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sensationell viel Geld kostet“. Die Lebenshilfe fördert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und hat die wichtigsten Grundgedanken in einem Positionspapier zusammengefasst, so Klaus Meier. „Inklusion kann nur gelingen, wenn wir den Erfolg unseres gesellschaftlichen Engagements an der Teilhabe des Menschen mit dem höchsten Unterstützungsbedarf messen“ laute daher eine wesentliche Forderung des Positionspapieres.
Teilhabe und Selbstbestimmung können sich dauerhaft nur weiter entwickeln, wenn auch die Weiterentwicklung der Qualitätsstandards in der pädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Begleitung vorangetrieben wird und den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Menschen auch in Zukunft Beachtung geschenkt wird, so Klaus Meier. „Daher fordern wir Inklusion – aber richtig!“

Individuelle Förderung schafft gesellschaftliche Teilhabe
Im Geschäftsbericht stellten die Vorstandsmitglieder aus den Lebenshilfe-Schwerpunkten „Kinder, Wohnen Arbeit und mehr“ die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre vor. Aus der interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle heraus entwickelte sich das Kompetenzzentrum für Autismus-Spektrum-Störungen, kurz KompASS. Das Austismuszentrum fördert Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus gezielt und bindet Angehörige sowie das häusliche Umfeld intensiv in die Therapie ein. Die Wohnangebote der Lebenshilfe stellen sich zunehmend auf älter werdende Menschen mit Behinderung und einer entsprechend sich ändernden Bedürfnislage ein: Der neu entwickelte mobile Pflegedienst mit geschultem Fachpersonal versorgt kreisweit Menschen mit und ohne Behinderung mit Pflegebedarf in ihrem häuslichen Umfeld. Auf den demografischen Wandel reagiert auch die Werkstatt für behinderte Menschen mit gezielten Betreuungsangeboten für ältere Mitarbeiter, die nur stundenweise am Arbeitsleben in der Werkstatt teilnehmen können, jedoch auf das gesellschaftliche Miteinander in der Werkstatt nicht verzichten möchten. Neue Arbeitsplätze wie in den Cafés der Lebenshilfe bieten berufliche Förderung im gastronomischen Bereich und schaffen Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung mit dem langfristigen Ziel einer Vermittlung von Servicekräften mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Ein weiterer Schwerpunkt der vergangenen Jahre ist die Realisierung des Neubauprojektes an der Richard-Wagner-Straße in Oberbruch. Bereits im Spätsommer soll das Lebenshilfe Center, das mit Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch realisiert werden konnte, bezugsfertig sein. Das Center wird die ambulanten Angebote des Familien unterstützenden Dienstes, die heilpädagogischen Hilfen, das Kompetenzzentrum für Autismus-Spektrum-Störungen und weitere Dienste unter einem Dach vereinen wird. Daneben entsteht ein neuer Speisesaal und die Küche der Werkstatt für behinderte Menschen, welche zukünftig mehr als 2000 Essen auch für Kindertagesstätten und Schulen im Kreisgebiet Heinsberg produzieren wird.
Ein großes Lob für die vielfältigen Anstrengungen des Vereins bekräftigte Heinz Schmitz, langjähriges Vorstands- und Ehrenmitglied der Lebenshilfe Heinsberg. „Es ist bemerkenswert, in welchem Umfang und auf welchen Ebenen sich die sieben ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder jeden Tag für die Lebenshilfe einsetzen!“ Schließlich wurden alle sieben Vorstandsmitglieder mit dem Vorsitzenden Klaus Meier wiedergewählt.

 

Die Mitglieder des Vereinsvorstandes sind: Klaus Meier (Vorsitzender), Jakob Lieck (stellv. Vorsitzender), Peter Katscher, Monika Kohnen, Heinz-Willi Jansen, Agi Palm und Jakob Winkels