Wenn am 9. September auf dem Heinsberger Marktplatz Guildo Horn und die Orthopädischen Strümpfe auftreten, werden die Heinsberger Rock-Band More sowie die Lebenshilfe-Band Workshop das Vorprogramm bestreiten. More-Bassist Jonas Jansen freut sich schon auf den großen Auftritt. Denn mit der Rurtal-Schule und der Lebenshilfe Heinsberg ist der Heinsberger Lehrer und ehemaliger Profimusiker, der für den Westdeutschen Rundfunk unter anderem mit Wendelin Haverkamp, Hanns Dieter Hüsch und Freddy Matulla auf der Bühne stand, seit langem verbunden. „Meine Frau ist Förderschul-Lehrerin an der Rurtal-Schule, so kam der Kontakt zustande.“ Die Rur-Rock-Band hat Jonas Jansen dann mehrmals am Mischpult begleitet und in seinem Tonstudio aufgenommen. Seine Erfahrungen in der Begleitung von Schülerbands fließen heute ein in seine Arbeit als Dozent in der Lehrer-Fortbildung in NRW.
Zu vielen Musikern mit Behinderung der Schulband Rur-Rock hat Jonas Jansen den Kontakt aufrecht erhalten, nicht zuletzt durch seine Auftritte beim inklusiven Musiker-Treff „inclusio meets music“ im Lebenshilfe-Bistro inclusio in Erkelenz oder auch mit der Lebenshilfe-Band Workshop, die er bei der Weihnachtssession im Backlokal von Jürgen Dick kennenlernte. „Das sind schöne Abende im kleinen Rahmen, an denen wir in immer anderer Besetzung zusammen musizieren.“ Für Liveauftritte seines Bandprojektes Landgroover sucht Jonas Jansen immer wieder kleine und gemütliche Orte. Mehrmals spielte die Bluesrock-Band bereits am Museumscafé Samocca (Bild oben, mit Jonas Jansen links am Mikrofon). Am 11. September wird Landgroover - neben der Lebenshilfe Band Workshop und Music on the Rox - vor dem BEGAS Haus spielen. Rund um das Museumscafé Samocca planen die Lebenshilfe-Kitas und der Familien unterstützende Dienst ein buntes Familienprogramm mit zahlreichen Spielen und Aktionen. „Wir freuen uns schon jetzt auf unsere Auftritte, das wird ein buntes musikalisches und inklusives Wochenende!“
Die Lebenshilfe Heinsberg feiert in diesem Jahr das 50jährige Vereinsjubiläum, die Rurtal-Schule wird 40 Jahre alt. Zu diesen Anlässen veranstaltet der Gewerbe und Verkehrsverein Heinsberg ein inklusives Stadtfest in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Heinsberg und der Rurtal-Schule. Das Programm zum Stadtfest steht online: www.lebenshilfe-heinsberg.de. Karten zu den Jubiläumsparties gibt es in der Buchhandlung Gollenstede, im Museumscafé Samocca, Café der Begegnung, in der Rurtal-Schule und am Service-Punkt im Lebenshilfe Center in Oberbruch.


 

Emma6 - Freuen sich schon auf ein Wiedersehen mit ihren alten Kollegen von der Rurtalschule

Es ist genau zehn Jahre her, als Peter Trevisan seinen Zivildienst an der Rurtal-Schule beendete. Der Heinsberger hatte sich nach seinem Abitur ganz bewusst für ein soziales Jahr entschieden und erhielt mit weiteren 14 Zivildienstleistenden eine Stelle in der Oberbrucher Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. „Die Zeit in der Rurtal-Schule hat mich stark beeindruckt“, erinnert sich Peter Trevisan, „das soziale Gemeinschaftsgefühl und die offene Art der Menschen in der Rurtal-Schule hat mein Leben bereichert.“ Neben seiner Mitarbeit im Unterricht unterstützte der Musiker die Rur-Rocker, das Musikprojekt der Schule. „Ich war der Band-Zivi und half aus, wenn Unterstützung nötig war.“ In der Rhythmus-Gruppe gab er den Takt an oder sprang auch schon mal als Gitarrist ein. Vor allem erinnert sich Peter Trevisan an den Auftritt der Rur-Rocker bei der UNICEF-Gala in Berlin. „Wir alle waren ziemlich aufgeregt, trafen auf Prominente, Funk und Fernsehen berichteten über unseren Auftritt.“ In dieser prägenden Zeit zwischen Abitur und Studium gründete Peter Trevisan mit seinem Bruder Henrik und Dominik Republik die Band Emma6, die mit ihrem deutschsprachigen Indie-Rock schnell auch über Heinsberg hinaus bekannt wurden. So standen die drei Musiker im Vorprogramm von „Wir sind Helden“ auf der Bühne und tourten fünf Jahre nach Bandgründung erstmals durch ganz Deutschland. Zahlreiche Auftritte im Radio und Fernsehen wie bei „Inas Nacht“ machten Emma6 deutschlandweit bekannt. Zurzeit arbeiten die Heinsberger Musiker an ihrem dritten Album, das im Winter erscheinen soll. Der Kontakt zur Heimat ist bis heute geblieben, auch wenn die drei heute in Karlsruhe und Köln wohnen. Auf seinen Auftritt im September zur Jubiläumsparty der Rurtal-Schule beim „inklusiven Heinsberger Stadtfest 2016“ und aufs Wiedersehen mit seinen alten Kollegen der Rurtal-Schule freut sich Peter Trevisan. Dann wird Emma6 mit den Rur-Rockern, Beets’n’Berries und All Ages auf der Bühne am Marktplatz stehen. „Wir werden ein Unplugged-Set spielen, vielleicht auch schon das ein oder andere Stück unserer neuen Platte.“

 

Die Lebenshilfe Heinsberg feiert zum 50. Jubiläum gemeinsam mit der Rurtal-Schule (40 Jahre) ein inklusives Fest im Rahmen des Heinsberger Stadtfestes vom 09.bis 11.09.2016.

Hier gehts zum PROGRAMM

Karten zu den Jubiläumsparties sind in der Buchhandlung Gollenstede (Hochstr 127), im Museumscafé Samocca (Hochstr.19), in der Rurtal-Schule (Parkstr. 23), im Café der Begegnung (Borsigstr. 86a) und in der Lebenshilfe Heinsberg (Richard-Wagner-Str.5) zum Preis von 10€ erhältlich (Menschen mit Behinderung, Angestellte, Ehrenamtler, Mitglieder des Lebenshilfe Heinsberg e.V. und Schüler und Angestellte der Rurtal-Schule zahlen 5 Euro).

 

50 Jahre Lebenshilfe Heinsberg - 40 Jahre Rurtal-Schule: Das wollen wir mit Ihnen feiern - mitten in Heinsberg! Gemeinsam mit dem Heinsberger Gewerbe- und Verkehrsverein gestalten wir das kommende Stadtfest zu einem inklusiven, dreitägigen Fest der Begegnung für die ganze Familie:

»Das Programm zum Stadtfest finden Sie hier.«

Programmänderung: Straight Ahead springen am Samstagabend kurzfristig für All Ages ein

 

Jetzt Karten kaufen:

Freitag, 09.09.2016

ab 19 Uhr auf dem Marktplatz:

Samstag, 10.09.2016

ab 19 Uhr auf dem Marktplatz:

Karte: 10 Euro

Ermäßigt 5 Euro für Menschen mit Behinderung, Mitarbeiter, Angestellte, Mitglieder, Ehrenamtliche der Lebenshilfe Heinsberg, Schüler und Angestellte der Rurtal-Schule

Vorverkaufsstellen:

Lebenshilfe Center/Service Punkt, Richard-Wagner-Str. 5, HS-Oberbruch. Tel. 02452 969-0

Rurtal-Schule, Parkstr. 23,HS-Oberbruch. Tel. 0 24 52 96 700

Buchhandlung Gollenstede, Hochstr. 127, Heinsberg. Tel. 0 24 52 234 93

Museumscafé Samocca, Hochstr. 19, HeinsbergTel. 0 24 51 10 67 077  

 

Vom Marktplatz bis zum Museumscafé Samocca  

Guildo Horn & die Orthopädischen Strümpfe

 

Gemeinsam feiern in Vielfalt

Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen und Livemusik mit Guildo Horn, Emma6, All Ages, Beets'n'Berries, Workshop, Rur-Rock und viele mehr vom Festzelt auf dem Marktplatz bis zum Museumscafé Samocca am BEGAS Haus.

 

Gemeinsam arbeiten in Vielfalt

Mitarbeiter aus der Lebenshilfe-Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten am verkaufsoffenen Sonntag in den Geschäften der Innenstadt mit. Gemeinsam leben - gemeinsam arbieten in Vielfalt - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

Mit dem Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III drohen massive Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung – Petition startet heute

 

Berlin. „Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III können so nicht bleiben.“ Das teilt Ulla Schmidt mit, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Das Reformpaket“, so Ulla Schmidt weiter, „enthält zwar einige Fortschritte, die auf langjährigen Forderungen der Lebenshilfe beruhen, aber die drohenden Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung sind inakzeptabel. Besonders die Ausweitung des Ausschlusses von Leistungen der Pflegeversicherung ist eine Diskriminierung von Menschen, die als Versicherte Beiträge zahlen!“

Die Lebenshilfe mit ihren über 500 örtlichen Vereinigungen und 130.000 Mitgliedern startet daher heute eine bundesweite Protest- und Aufklärungskampagne und ruft dazu auf, eine Petition zu den Gesetzentwürfen zu unterzeichnen. Das Motto lautet #TeilhabeStattAusgrenzung; Ziel ist es, die Forderungen der Lebenshilfe für gute Teilhabe und Pflege den Abgeordneten und der breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen. Ulla Schmidt: „Wir wissen, dass diese sozialpolitischen Großvorhaben für viele Außenstehende sehr kompliziert sind. Wir werden es jedoch nicht zulassen, dass am Ende die Schwächsten, die Menschen mit geistiger Behinderung, als Verlierer dastehen. Wir müssen allen klarmachen, was die Folgen dieser Gesetze sind. Und wir werden für ein Bundesteilhabegesetz kämpfen, das diesen Namen auch verdient!“

Das Bundesteilhabegesetz regelt die Eingliederungshilfe neu. Von den derzeit rund 860.000 Beziehern der Eingliederungshilfe hat die Mehrheit – über eine halbe Million – eine geistige Behinderung. Bleibt die Reform so, wie sie ist, hat das laut der Lebenshilfe schwerwiegende Auswirkungen: Manche Menschen mit geistiger Behinderung müssen fürchten, ganz aus dem Hilfesystem herauszufallen. Anderen droht, dass sie gegen ihren Willen mit anderen zusammen wohnen müssen oder in Pflegeeinrichtungen abgeschoben werden. Wieder andere müssen bangen, ihr Zuhause zu verlieren, weil ihre Wohnstätte nicht mehr ausreichend finanziert wird und schließen muss.

 

Die Lebenshilfe fordert daher, dass …

  1. …  Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf künftig nicht von den Leistungen der Pflegeversicherung ausgeschlossen werden. Umgekehrt darf ihnen auch nicht die Eingliederungshilfe verwehrt werden, weil sie neben ihrer geistigen Behinderung  einen Pflegebedarf haben. Sie brauchen für Teilhabe beide Formen der Unterstützung. Der Verschiebebahnhof zwischen Eingliederungshilfe und Pflege muss aufhören!
  2. … der Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nicht so begrenzt wird, dass Menschen, die in weniger als fünf Lebensbereichen Einschränkungen aufweisen, von den Leistungen ausgeschlossen werden. Eine solche Hürde ist zu hoch!
  3. … Menschen mit Behinderung nicht gezwungen werden können, gemeinsam mit anderen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das ist das Gegenteil von Selbstbestimmung und führt zu Ausgrenzung statt Teilhabe!
  4. … die Kosten der Unterkunft für das Wohnen in Wohnstätten nicht willkürlich begrenzt werden. Wenn das Wirklichkeit wird, droht vielen Wohnstätten für Menschen mit geistiger Behinderung das finanzielle Aus, und die dort lebenden Menschen verlieren ihr Zuhause!
  5. … auch Menschen mit einer geistigen Behinderung nicht von den verbesserten Regelungen zur Heranziehung ihres Vermögens ausgeschlossen werden. Sie haben ein Recht auf ein Sparbuch!

 

Hier gibt es die Petition der Lebenshilfe #TeilhabeStattAusgrenzung

 

Mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege und der Aktion Mensch hat die Lebenshilfe Heinsberg in Heinsberg-Oberbruch ein Lebenshilfe Center errichtet, um eine Anlaufstelle für die ambulanten Dienste und offenen Hilfen zu schaffen, die der Verein in den vergangenen Jahren aufgebaut hat:

 

 Die Lebenshilfe Heinsberg bedankt sich herzlich für die Förderung des Lebenshilfe Centers durch die

                

In der neuen Lebenshilfe Küche ist der Betrieb bereits Ende 2015 angelaufen. Die Verwaltung des Vereins mit der Geschäftsführung, Personalwesen, Rechnungswesen sowie der EDV finden Sie nun im Obergeschoß an der Richard-Wagner-Straße 5.