In der Mitgliederversammlung 2013 informierte der Lebenshilfe-Vorsitzende Klaus Meier über die Entwicklungen innerhalb des Vereins.

Er beschrieb die Auswirkungen der Finanzkrise auf die öffentliche Förderung sozialer Einrichtungen und die politischen Entwicklungen im Kontext des Inklusionsgedankens. Er betonte die gesellschaftliche Bedeutung der Werkstatt für behinderte Menschen und den damit verbundenen 1100 sicheren Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit Behinderung aus dem Kreis Heinsberg (Zum Vergleich: Deutschlandweit arbeiten 297.000 Menschen mit Behinderung in insgesamt 682 anerkannten Werkstätten). „Jeder Mensch hat ein Recht auf sinnstiftende Arbeit, deshalb leisten Werkstätten seit Jahrzehnten einen beachtlichen Beitrag zur Inklusion und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, so Klaus Meier.

Die Vorstandsmitglieder stellten ausführlich die Entwicklungen in den einzelnen Einrichtungen vor und erläuterten die Aufgabenschwerpunkte in den Bereichen Kinder, Wohnen sowie Arbeiten.
Heinz-Willi Jansen informierte ausführlich über die schwerwiegenden Grundwasser- und damit verbundenen Bauschäden am Werkstattbetrieb 1 in Oberbruch. Mittlerweile musste bereits der Keller (u.a. mit dem ehemaligen Schwimmbad) des Werkstattbetriebes 1 aufgegeben werden. Eine umfangreiche, auch energetische Sanierung der darüber liegenden Gebäudeteile Küche, Speisesaal und Verwaltung sind nach umfangreichen Kalkulationen zu kostenintensiv. Deshalb hat sich der Vorstand nach intensiven Überlegungen zu einem Neubau von Küche, Speisesaal und Verwaltungstrakt entschieden. Die stellvertretende Vorsitzende Agi Palm erläuterte in diesem Zusammenhang die mit dem Neubau entstehende Chance, Raum zu gewinnen, um die in den vergangenen Jahren gewachsenen ambulanten Hilfen fach- und bedarfsgerecht zusammen zu fassen. Geplant ist ein Lebenshilfe-Center in Oberbruch, das alle Beratungs-, Fortbildungs- und Freizeitangebote sowie ambulante Therapieangebote neben der Lebenshilfe-Verwaltung unter einem barrierefreien Dach beherbergen soll.

Sobald die Planungen konkreter werden, informieren wir Sie ausführlich!

Das neue Leitbild:
Ein weiterer Schwerpunkt  der diesjährigen Mitgliederversammlung war die Abstimmung über den Entwurf des neuen Leitbildes der Lebenshilfe Heinsberg. „Unser Leitbild dient als Grundpfeiler unseres Engagements für Menschen mit Behinderung“, so Monika Kohnen und Klaus Meier. „Wir wollen, dass das Leitbild in unseren Einrichtungen gelebt wird. Deshalb haben wir in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung, Angehörigen und Angestellten einen neuen Entwurf erarbeitet, der die Bedürfnisse der Gegenwart und die Anforderungen zukünftiger Entwicklungen in der Lebenshilfe berücksichtigt.“ Mit kleinen Veränderungen wurde der Entwurf schließlich mit großer Mehrheit angenommen.

Hier finden Sie das neue Leitbild bereits in einer Vorab-Version: http://www.lebenshilfe-heinsberg.de/download/2013_Leitbild.pdf.