„Wir wollen für euch bis zum Nordkap fahren!“ sagen Doris (im Auto auf der Rücksitzbank) und Reinhard (2.v.re.) Kortmann – und das Staunen bei den Kindern und ihren Erziehern in der neuen und noch „provisorischen“ Lebenshilfe-Kindertagesstätte in Ratheim war groß. Es wurde noch größer, als das Ehepaar aus Wassenberg über die Idee hinter dem Spendenprojekt berichtete, warum sie als „Kortini Rally Team“ bis ans Ende der Welt fahren möchten. „Wir wollen den Neubau der Kindertagesstätte der Lebenshilfe unterstützen, weil hier Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterstützt werden“, sagt Doris Kortmann . In Hückelhoven-Ratheim entsteht am Diebsweg eine neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe Heinsberg. Eine moderne Einrichtung nach neuen inklusiven Standards, in der jedes Kind individuell gefördert wird. „Die Entwicklungsverzögerung oder Behinderung steht dabei nicht im Vordergrund“, sagt Michèle de Greef (re.), die den Aufbau der Kita in Ratheim koordiniert. „Kinder lernen in den Kindertagesstätten der Lebenshilfe Heinsberg mit - und voneinander und entwickeln in der gemeinsamen Förderung soziale Kompetenzen für ihre Zukunft: Verständnis und Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft mitgestalten und füreinander da sein.“ Im Garten der neuen Kita planen die Erzieherinnen und Erzieher mit Unterstützung des Kortini Rally Teams ein Highlight für die Kinder: Eine Rennbahn mit barrierefreien Fahrzeugen, die  von allen Kindern gefahren werden können. Spezielle "Beisitzer"-Vorrichtungen können Kinder mit einer schweren Behinderung nutzen. „So sind alle Kids auf der Piste und spielen gemeinsam!“ sagt Reinhard Kortmann. Das reisebegeisterte Ehepaar wird 2017 mit Ihrem Audi A6 BJ 1995 an der Rallye "Baltic Sea Circle" teilnehmen und während ihrer zweiwöchigen, 7500 Kilometer langen Rallye von Hamburg bis zum Nordcap fahren und dabei Spenden sammeln. Einmal im Jahr startet die Baltic Rallye durch Europa für private Auto- und Motorrad-Enthusiasten. „Teil der Challenge ist das Spendensammeln. Jedes Team fährt auch für den guten Zweck“, sagt Doris Kortmann. „ Und wir wollen uns im nächsten Jahr für ein Projekt in unserer Region engagieren.“ Da passt die barrierefreie Rennbahn für die neue Kita perfekt: „Es wird Zeit, dass die Kinder in ihre neuen Räume ziehen können, das unterstützen wir gerne. Bewegung im Freien und Autos sind für Jungs und Mädchen ein Thema – wenn auch Kinder mit Behinderung demnächst die geplante Rennbahn nutzen können, ist das doch spitze!“ betont das Ehepaar bei ihrem Besuch in der Kita, die aufgrund der Bauverzögerung noch in Schulräumen der Gemeinschaftsgrundschule im Weidengrund untergebracht sind. Die Kinder hatten einen Riesenspaß, im „Rally“-Auto der „Kortinis“ Probe zu sitzen. „Wir sind begeistert, dass sich auch Bürger aus der Region für unsere Arbeit engagieren wollen und auf diese originelle Weise unser Spendenprojekt bis zum Nordkap tragen!“ sagt Michèle de Greef. Die Rallye startet am 17. Juni 2017 in Hamburg. Wir werden über das Team Kortini berichten. Spenden zum Projekt werden gesammelt über betterplace.org

Normalerweise veranstaltet die Kita Triangel in Geilenkirchen zum Abschluss des Jahres eine Weihnachtsfeier. In diesem Jahr lud die KiTa Geilenkirchen Kinder und Eltern stattdessen erstmals zu einer Neujahrfeier ein. Das neue Jahr wurde zunächst mit einem von den Kindern einstudierten Lied willkommen geheißen. Dann wurde gemeinsam gewerkelt, gemixt und geformt. So entstanden schließlich Glücksschweinchen, Schornsteinfeger und Hufeisenkekse, die gebacken und anschließend genüsslich verspeist wurden.

Die Kinder der KiTa Triangel in Geilenkirchen haben sich im Jahr 2016 mit dem Thema Teilen beschäftigt. Sie kamen gemeinsam mit ihren Erziehern auf die Idee, ihre eigenen Spielsachen mit Kindern, deren Familien wenig Geld haben, zu teilen. In den häuslichen Kinderzimmern wurde also das vorhandene Spielzeug durchforstet und jede Menge davon in die Kita mitgebracht. Mit stimmungsvollen Liedern am Tannenbaum nahm Herr Bischaus von der Übach-Palenbergener Tafel die Geschenke entgegen, um sie an die Besucher der Tafel weiterzugeben.

Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen

Das Kompetenzzentrum für Autismus-Spektrum-Störungen (KompAss) bietet regelmäßig Zertifizierungskurse zur Fachkraft für Autismus-Spektrum-Störungen an. Die Kurse richten sich an Erzieher, Pädagogen, Lehrer, Therapeuten, Integrationsfachkräfte und alle, die sich für die praktische Arbeit mit Menschen mit Störungen aus dem autistischen Spektrum qualifizieren wollen. An zwölf Seminartagen wurden theoretische Grundlagen, spezielle Methoden und konkrete Handlungsansätze vermittelt und angewendet. In einer Abschlussprüfung zeigten die Teilnehmer anhand von Praxisbeispielen Fördermöglichkeiten für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen auf. Die Ausbildungsleiterinnen Stefanie Heinen-Gransch und Katrin Meyer überreichten den TeilnehmerInnen zum Abschluss der Weiterbildung das Zertifikat der Lebenshilfe Heinsberg, das die erworbene Fachkenntnis im Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen sowie die Umsetzung in den eigenen Arbeitsbereich ausweist. So dürfen sich ab sofort Sandra Andermahr, Björn Backes, Marina Becker, Melanie Biskupski, Nathalie Boenke, Marion Bücker, Patrick Johannes, Stephanie Liening, Sebastian Noethlichs, Ron Richert, Ariane Rinke, Yvonne Tholen und Katrin Wienands Fachkraft für Autismus-Spektrum-Störung nennen. Der nächste Zertifizierungs-Kurs beginnt am 16.02.2017 (Anmeldeschluss: 13.01.2017). Info und Anmeldung unter Tel. 02454 9370846 oder mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! KompAss bietet autismusspezifische Beratung, Begleitung und Förderung von Menschen, denen eine fachärztliche Diagnose aus dem „Autistischen Spektrum“ zugewiesen wurde oder bei denen Verdacht auf Autismus vorliegt. Die Basis der Förderung ist eine heilpädagogische Begleitung nach dem „TEACCH-Ansatz“. Neben Interaktionstraining, Wahrnehmungs- und Kommunikationsförderung ist immer die Vernetzung aller am Förderprozess beteiligten Unterstützer Schwerpunkt der Arbeit.

Es hat schon Tradition in der Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) der Lebenshilfe Heinsberg, dass in der Vorweihnachtszeit der Nikolaus vorbeischaut und Geschenke für die Kleinen mitbringt. So auch in diesem Jahr. Zunächst wurde jedoch der Weihnachtsbaum von Kindern, Eltern und Betreuern gemeinsam geschmückt und Lieder gesungen. Beim Puppentheater halfen die Kinder lautstark mit, den von der Hexe gestohlenen Sack mit Geschenken wiederzubeschaffen. Den hatte der leibhaftige Nikolaus dann auch dabei, um die Geschenke an die Kinder zu verteilen.

In der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle arbeitet ein Team aus Heilpädagogen, Therapeuten, Medizinern und Psychologen, das gemeinsam und somit interdisziplinär ein ganzheitliches und individuelles Förderkonzept entwickelt hat. Die IFF ist Ansprechpartner, wenn die Entwicklung des Kindes ungewöhnliche Wege nimmt. Informationen über die Arbeit der IFF gibt es im Internet unter www.lebenshilfe-heinsberg.de oder telefonisch bei Barbara Jouck, 02452-9889210