Die Kinder der KiTa Triangel in Geilenkirchen haben sich im Jahr 2016 mit dem Thema Teilen beschäftigt. Sie kamen gemeinsam mit ihren Erziehern auf die Idee, ihre eigenen Spielsachen mit Kindern, deren Familien wenig Geld haben, zu teilen. In den häuslichen Kinderzimmern wurde also das vorhandene Spielzeug durchforstet und jede Menge davon in die Kita mitgebracht. Mit stimmungsvollen Liedern am Tannenbaum nahm Herr Bischaus von der Übach-Palenbergener Tafel die Geschenke entgegen, um sie an die Besucher der Tafel weiterzugeben.

Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen

Das Kompetenzzentrum für Autismus-Spektrum-Störungen (KompAss) bietet regelmäßig Zertifizierungskurse zur Fachkraft für Autismus-Spektrum-Störungen an. Die Kurse richten sich an Erzieher, Pädagogen, Lehrer, Therapeuten, Integrationsfachkräfte und alle, die sich für die praktische Arbeit mit Menschen mit Störungen aus dem autistischen Spektrum qualifizieren wollen. An zwölf Seminartagen wurden theoretische Grundlagen, spezielle Methoden und konkrete Handlungsansätze vermittelt und angewendet. In einer Abschlussprüfung zeigten die Teilnehmer anhand von Praxisbeispielen Fördermöglichkeiten für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen auf. Die Ausbildungsleiterinnen Stefanie Heinen-Gransch und Katrin Meyer überreichten den TeilnehmerInnen zum Abschluss der Weiterbildung das Zertifikat der Lebenshilfe Heinsberg, das die erworbene Fachkenntnis im Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen sowie die Umsetzung in den eigenen Arbeitsbereich ausweist. So dürfen sich ab sofort Sandra Andermahr, Björn Backes, Marina Becker, Melanie Biskupski, Nathalie Boenke, Marion Bücker, Patrick Johannes, Stephanie Liening, Sebastian Noethlichs, Ron Richert, Ariane Rinke, Yvonne Tholen und Katrin Wienands Fachkraft für Autismus-Spektrum-Störung nennen. Der nächste Zertifizierungs-Kurs beginnt am 16.02.2017 (Anmeldeschluss: 13.01.2017). Info und Anmeldung unter Tel. 02454 9370846 oder mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! KompAss bietet autismusspezifische Beratung, Begleitung und Förderung von Menschen, denen eine fachärztliche Diagnose aus dem „Autistischen Spektrum“ zugewiesen wurde oder bei denen Verdacht auf Autismus vorliegt. Die Basis der Förderung ist eine heilpädagogische Begleitung nach dem „TEACCH-Ansatz“. Neben Interaktionstraining, Wahrnehmungs- und Kommunikationsförderung ist immer die Vernetzung aller am Förderprozess beteiligten Unterstützer Schwerpunkt der Arbeit.

Es hat schon Tradition in der Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) der Lebenshilfe Heinsberg, dass in der Vorweihnachtszeit der Nikolaus vorbeischaut und Geschenke für die Kleinen mitbringt. So auch in diesem Jahr. Zunächst wurde jedoch der Weihnachtsbaum von Kindern, Eltern und Betreuern gemeinsam geschmückt und Lieder gesungen. Beim Puppentheater halfen die Kinder lautstark mit, den von der Hexe gestohlenen Sack mit Geschenken wiederzubeschaffen. Den hatte der leibhaftige Nikolaus dann auch dabei, um die Geschenke an die Kinder zu verteilen.

In der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle arbeitet ein Team aus Heilpädagogen, Therapeuten, Medizinern und Psychologen, das gemeinsam und somit interdisziplinär ein ganzheitliches und individuelles Förderkonzept entwickelt hat. Die IFF ist Ansprechpartner, wenn die Entwicklung des Kindes ungewöhnliche Wege nimmt. Informationen über die Arbeit der IFF gibt es im Internet unter www.lebenshilfe-heinsberg.de oder telefonisch bei Barbara Jouck, 02452-9889210

Im Klassenraum gleich hinter der Bühne der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Im Weidengrund in Ratheim wird man gleich von vielen Kindern freundlich begrüßt. Eigentlich gehen die drei- bis sechsjährigen noch nicht zur Schule, aber seit August ist die Gemeinschaftsgrundschule ihr neuer Kindergarten. „Wir fühlen uns hier richtig wohl und gut aufgehoben“, sagt Michèle de Greef. Sie koordiniert die inklusive Kindertagesstätte der Lebenshilfe Heinsberg, die seit dem Sommer vorübergehend zu Gast ist. Eigentlich sollte der Bau einer inklusiven Kindertagesstätte der Lebenshilfe Heinsberg in Ratheim bereits im Sommer abgeschlossen sein, aber negative Bodenproben am geplanten Baugrundstück verhinderten den Baustart. Für die bereits angemeldeten Kinder musste schnell eine Alternative gefunden werden. „Die Stadt Hückelhoven hat sich sehr für uns eingesetzt“, bedankt sich Agi Hirtz, Leiterin der Heinsberger Kindertagesstätte Triangel der Lebenshilfe Heinsberg. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Roye hat sie die inklusive Kindertagesstätte Hückelhoven konzipiert. „Der große Klassenraum in der Gemeinschaftsgrundschule mit einem angrenzenden Außengelände ist eine ideale vorübergehende Lösung.“ Dass sie sich zudem Im Weidengrund richtig willkommen fühlen, betont Koordinatorin Michèle de Greef. „Die Schule und viele Privatpersonen haben uns zur Begrüßung Spielsachen geschenkt, wir können neben dem Klassenraum auch die Turnhalle mit benutzen und werden zu allen Schulfeierlichkeiten eingeladen.“ 20 Kinder, davon fünf mit Förderbedarf, werden nun jeden Tag im Weidengrund gemeinsam begleitet und gefördert. Im November wird aufgrund der vielen Anmeldungen bereits eine zweite inklusive Kita-Gruppe eingerichtet. Dafür muss die Schule mit den rund 170 Schulkindern noch ein wenig mehr zusammenrücken. „Aber wir helfen gerne!“ sagt Silvia Dahmen, stellvertretende Schulleiterin. Gemeinsam mit Schulleiter Heiner Pöppl hat sie für schnelle und unkonventionelle Hilfe gesorgt. Selbst die digitale Anbindung vom Klassenraum zum Server der Lebenshilfe für die tägliche Dokumentation wurde schnell und unkompliziert möglich gemacht. Und die Hausmeister der Lebenshilfe sicherten das Außengelände ab, damit auch im Freien gespielt werden kann. Das Verhältnis zu den Schulkindern ist ausgezeichnet: „Die Schulkinder gehen sehr rücksichtsvoll mit den Kitakindern um. Manche besuchen uns regelmäßig, und auch wir dürfen eine Schulklasse besuchen. Eine solche intensive Schulpartnerschaft wünscht sich jeder Kindergarten“, freut sich Michèle de Greef.

Spielerisch lernen in der Schule: Die Tafel im Hintergrund wird noch nicht so oft genutzt…Jenny Küsters spielt mit dem kleinen Lars Memory

Die Lebenshilfe Heinsberg fördert 110 Kinder mit und ohne Behinderung in inklusiven Kindertagesstätten in Heinsberg und Geilenkirchen. Mit dem Bau der Kindertagesstätte in Ratheim kommt die Lebenshilfe Heinsberg dem Wunsch der Stadt Hückelhoven nach, ihre pädagogische, soziale und individuelle therapeutische Arbeit mit Kindern mit und ohne Behinderung auch im Raum Hückelhoven anzubieten. Die Planungen für den Neubau der inklusiven Kita in Ratheim sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen, die Fertigstellung zum nächsten Kindergartenjahr erfolgt sein