Kaffee ist die große Leidenschaft von Herman-Josef Fensky aus Braunsrath. Diese Leidenschaft und sein Wissen rund um Röstung und Zubereitung der Deutschen liebstes Genussmittel hat er ins Lebenshilfe-Café am BEGAS-Haus eingebracht und ausgebaut. „Als ich von der Idee hörte, dass im Samocca der Kaffee nach alter Tradition geröstet werden soll, habe ich meine Unterstützung angeboten.“ Mittlerweile werden im Café Samocca zwölf verschiedene Kaffeesorten aus unterschiedlichen Regionen der Erde geröstet. „Jede Sorte hat seine Besonderheit, jeder Kaffee hat eine Geschichte“, erklärt Hermann-Josef Fensky, der die Sorten gemeinsam mit Klaudia Steiner und Annelie Lintzen vom Café auswählt.

„Wir wollen wissen, wo der Kaffee herkommt und wie er angebaut wird. Wir haben teilweise sogar einen direkten Kontakt zum Kaffeebauern.“ So wird die Sorte „Ishema Woman“ aus Ruanda von den Ishema-Frauen angebaut, einer Kommune, die alleinstehende Frauen als Existenzsicherung gegründet haben. „Mystic Hilltribe“ wird im Norden Thailands vom Volksstamm der Akhas angebaut, ein Produzent dieser Kaffees hat bereits mehrfach das Samocca in Heinsberg besucht und sich von der Qualität der Röstung vor Ort überzeugt. Kogi-Indianer aus Kolumbien verstehen sich als „Hüter der Erde“ und ernten wild gewachsenen Kaffee im Urwald. „Die Pflanzen wachsen im Schatten des Urwaldes viel besser und die Früchte können langsamer reifen. Dadurch entwickelt sich ein wesentlich intensiveres Aroma als bei konventionellen Sorten“, so Hermann-Josef Fensky. Auch die Weiterverarbeitung des Kaffees beeinflusst die Produktqualität. „Industriell wird Kaffee lediglich ein paar Minuten bei rund 400 Grad geröstet“, sagt Caféleiterin Klaudia Steiner, „wir aber nehmen uns Zeit und rösten die Bohnen bei 190 Grad rund 20 Minuten lang, damit sich der Charakter des Kaffees voll entfalten kann.“ Das findet immer mehr Zuspruch. Mittlerweile beliefert das Café Samocca auch Gastronomen und Firmenkunden, teils mit individuell abgestimmten Mischungen. „Wir legen aber nicht nur Wert auf die Qualität des Kaffees“ so Klaudia Steiner, „sondern bieten unseren 12 Mitarbeitern mit Behinderung die Möglichkeit, den kulturellen Hintergrund dieses Handwerks kennen zu lernen.“ Gemeinsam mit den Mitarbeitern gestalten Klaudia Steiner und Hermann-Josef-Fensky den geplanten Themenabend rund um die Kaffeebohne von der Herstellung bis zur Röstung und stellen die unterschiedlichen Brühmethoden wie French Press, Swoden- sowie Karlsbader Kanne vor.

Der Themenabend findet statt im Museumscafé Samocca in Heinsberg, Hochstraße 19, am 11.05., 18.30-21 Uhr, Kosten: 15 Euro inklusive Kaffeeverkostungen, Wasser und Snacks. Anmeldung unter 02452-1062077 oder vor Ort im Café.

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Silvia Esser, Agi Mühlenberg, Steven Wolter und Ralf Schmidder freuen sich: Seit Dezember 2015 hatten die Werkstatt-Mitarbeiter Fliesen zerkleinert und die einzelnen Teile zu einem farbenfrohen Mosaik zusammengefügt, das rechtzeitig zum Lebenshilfe-Jubiläum fertiggestellt wurde. Die Schreiner um Daniel Scheeren brachten das Werk nun im Durchgang zu Betrieb 1 an. Die Projektleiter Eva Bachmann und Dietmar Schneider überreichten den Mitarbeitern als Dankeschön eine beschriftete Kachel, Tischsets und Fotos vom Projekt.

Marina und Jürgen Dick von der Bäckerei Dick überraschten die Bandmitglieder von Workshop bei deren Bandprobe mit einem dicken Scheck im Gepäck. 1000 Euro kamen zusammen bei der 5. Benefizveranstaltung „Weihnachtssession unplugged“. Die Bands Black Burdon Blues Band, More, Landgroover und Workshop selbst begeisterten im Dezember die zahlreichen Zuschauer im Backlokal Dick. „Das Geld wollen wir nicht nur in neues Equipment investieren, sondern auch in die musikalische Förderung der Bandmitglieder durch Einzelunterricht in der Musikschule“, erklärt Niko Phlippen, Gitarrist und musikalischer Begleiter der Band. Natürlich hatte Jürgen Dick seine Mundharmonika dabei und stieg spontan in die Probe ein. Das klang gleich so gut, dass jetzt die Idee im Raum steht, zum inklusiven Heinsberger Stadtfest 2016 gemeinsam auf die Bühne zu gehen.

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Der diesjährige Karneval in der Lebenshilfe Heinsberg stand ganz im Zeichen des Jubiläums. Ob in den Kitas, den Wohn- oder Werkstätten – es wurde kräftig gefeiert. Die größte Feier fand im neuen Speise- und Veranstaltungssaal in Betrieb 1 in Oberbruch statt, wo neben den Mitarbeitern und Angestellten aus Betrieb 1 und 2 auch die aus Betrieb 4 in Erkelenz eingeladen waren. Geschäftsführer Edgar Johnen und Gerlies Ronkartz führten durch ein abwechslungsreiches Programm: Die Tanzgruppen der Lebenshilfe begeisterten ebenso wie Schlagerbarde Alexander Thiel und das Männerballett der Landschaftspflege. Wie jedes Jahr zogen schließlich die KG Kleischötte Süsterseel und die KG Brööker Waaterratte ein und sorgten für ein stimmungsvolles Finale.

Danke Schön! Prospex-Leiter Arbeit und Technik Markus Kremers und Mitarbeiter Ralf Strauch enthüllen das Jubiläums-Regal. Der Lebenshilfe-Leiter Arbeit und Technik Dirk Voß und der Geschäftsführer der Dosenzentrale Züchner GmbH in Hilden, Frank Wehrstedt gratulieren. „Seit drei Jahren arbeitet die Schreinerei der Lebenshilfe mit der Dosenzentrale zusammen. In dieser Zeit haben Sie sage und schreibe 10 000 Regale hergestellt. Dabei gab es keine einzige Reklamation und alle Termine wurden eingehalten. Das sagt eine Menge über die hohe Qualität Ihrer Arbeit aus, ebenso wie über Ihre Verlässlichkeit. Dafür danke ich ihnen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, dankte der Geschäftsführer der Dosenzentrale Züchner GmbH in Hilden, Frank Wehrstedt, allen Beteiligten für deren tolle Arbeit. Schließlich gab es im neuen Lebenshilfe-Center etwas zu feiern: In Anwesenheit von Mitarbeitern und Angestellten der Schreinerei wurde das zehntausendste Verkaufsregal für Supermärkte, das randvoll mit Schokolade für die Mitarbeiter gefüllt war, durch Prospex-Leiter Arbeit und Technik Markus Kremers und Schreinerei-Mitarbeiter Ralf Strauch, feierlich enthüllt. Auch der Leiter Arbeit und Technik in der Lebenshilfe Heinsberg, Dirk Voß, schloss sich den Glückwünschen an: „Auf das, was ihr leistet, könnt ihr stolz sein. Genießt Euer Geschenk. Ihr habt es Euch verdient.“ Bereits seit 1996 besteht die Zusammenarbeit zwischen der Prospex gGmbH, einer Werkstatt für seelisch behinderte Menschen im Kreis Heinsberg in Trägerschaft der Katharina Kasper ViaNobis GmbH und der Lebenshilfe Heinsberg, mit der Dosenzentrale, einem Hersteller für Lebensmittelverpackungen in Hilden. Momentan arbeiten 100 Prospex-Mitarbeiter in verschiedenen Arbeitsbereichen für diesen Auftraggeber. Da die Zusammenarbeit von Jahr zu Jahr wuchs, die Aufgabenfelder immer weiter ausgebaut wurden und die eigenen Kapazitäten ausgeschöpft waren, kam es zum Kooperationsprojekt mit der Schreinerei der Lebenshilfe-Werkstatt für behinderte Menschen in Oberbruch. Die Lebenshilfe Heinsberg betreibt vier Werkstattbetriebe an Standorten in Oberbruch, Heinsberg und Erkelenz. Dort sind Menschen mit Behinderung in moderne Dienstleistungs- und Produktionsprozesse eingebunden. Sie leisten hochwertige Arbeit zum Beispiel in den Bereichen Montage, Elektromontage, Konfektionierung und Verpackung, Aktenvernichtung, Werbedruck, Metallverarbeitung, Landschaftspflege und Schreinerei. Infos über die Produktions- und Dienstleistungsangebote der Werkstatt für behinderte Menschen im Internet: www.lebenshilfe-heinsberg.de