52 Jubilare wurden in Oberbruch für ihre zehnjährige Tätigkeit in den Werkstattbetrieben der Lebenshilfe Heinsberg geehrt. Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück. In Anwesenheit des Ehrenvorsitzenden Hans-Willy van Kann und des Ehrenmitglieds Marianne Bückers überreichten Vorstandsmitglied Heinz-Willi Jansen, Katja Mackowiack und Pascal Simons vom Werkstattrat sowie Hanni Stolz und Annette Bischof vom Elternrat Urkunden und Präsente. Die Ehrung endete mit einem festlichen Mittagsmenu. Geehrt wurden: Simon Aussem, Heinz-Gerd Basten, Tim Benden, Sebastian Berger, Manuel Böttcher, Lisa Brandebusemeyer, Kai Brandhofe, Jasmin Maria Antonia Chatzikonstantinidou, Stephan Cordier, Daniel Croonen , Tantjana Douven, Britta Eibisch, Mehmet Ekinci, Ali Haydar Eroglu, Renè Fegus, Sarah Christiane Frankreiter, Matthias Frick, Fabian Gansweid, Ramona Hendrix, Helmut Heusinger, Semat Ismail, Per Jakoubek, Andreas Johnen, Patricia Küppers, Susanne Lachs, Nadine Leinders, Liane-Maria Liebeck, Daniel Lürken, Frieda Naumann, Tommy Neikes, Christina Nießen, Tolga Ömeroglu, Annetrude Orth, Melanie Palm, Sandra Magdalena Pelzer, Ralf Polz, Maria-Theresia Rath, Jasmin Sabanovic, Patrick Josef Schachtebeck, Alexander Schiffer, Valentina Schmidt, Ayla Schorr, Eleonora Schramka, Viviane Schulz, Jan-Mikelis Spridzans, Philipp Dominik Stahl, Christian Stolz, Patrick Thönneßen, Matthias vom Ufer und Christoph Weiß

 Seit Jahren schon kocht die Küche 1 der Lebenshilfe Heinsberg auch für die Rurtalschule. Philipp Heinrichs, Produktionskoordinator Gemeinschaftsverpflegung, sorgt dafür, dass von Montags bis Donnerstags täglich über 200 Essen zubereitet und an die Schule ausgeliefert werden. Nur eines gibt es dort im Gegensatz zu den Lebenshilfe-Betrieben nicht: Pommes Frites! Die schmecken einfach nicht, wenn sie nicht frisch zubereitet gegessen werden. „Dabei sind Pommes natürlich mit Abstand das Lieblingsessen der Kids“, weiß Karin Kuske, Produktionskoordinatorin Küche, „und deshalb haben wir uns gedacht, wir laden die Schüler in regelmäßigen Abständen zu uns hier in den schönen großen Speisesaal von Betrieb 1 zum Pommes-Essen ein.“ So waren nun die Stufen 1-3 zu Gast und konnten endlich mal nach Herzenslust zur Currywurst die leckeren Pommes Frites genießen.

 

 

 

 

Endlich ist sie da: Die neue CNC-gesteuerte Plattensäge ist in der Schreinerei angekommen und ersetzt die alte, rund 20 Jahre alte Plattenaufteilsäge. Das neue System ist computergesteuert, hat ein Schnittmaß von 320 x 320cm, ist barrierefreier gestaltet, kann mit grafischer Unterstützung per Touchscreen bedient werden und bedruckt automatisch Etiketten für die leichte Zuordnung der Zuschnitte.

Schreinermeister und Produktionskoordinator Daniel Scheeren freut sich: "Mit dem neuen System können langfristig bis zu zehn Mitarbeiter nach Unterweisung größtenteils eigenständig die Anlage bedienen. Das ist ein echter berufsbildender Fortschritt!" Mit der liegenden Plattensäge werden Möbelteile in Plattenbauweise produziert wie Schrankwände, Küchen und Büromöbel für die Großindustrie.

Angekommen: Daniel Scheeren (links) und sein Team freuen sich mit Dirk Voß (3.v.re.) - Werkstattleiter Arbeit und Technik - auf die neuen Herausforderungen und Erleichterungen im Zuschnitt mit der neuen CNC-Plattensäge.

„Das war ein besonderer Auftrag, der uns viel Spaß gemacht hat!“, sagt Michael Maaßen. Wenn am 1. Mai um 10 Uhr in Birgden der Neubau des historischen „Güter- und Expressgut-Bahnhofes“ an der Bahnhofstraße feierlich eingesegnet wird, ist Michael Maaßen gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Klosa dabei. In rund 120 Stunden Arbeitszeit entwickelten die beiden Schreinerei-Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Heinsberg unter Anleitung des Fachangestellten und Schreiners Sebastian Hoffmann die Eingangs- und Innentüren sowie zwei große Rolltore nach historischem Vorbild. Zudem übernahmen sie einen Teil des Innenausbaus. Für den Schreiner Sebastian Hoffmann war es ein interessantes Projekt, um seine berufliche Erfahrung in der alten Handwerkskunst der Holzverarbeitung den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Schreinerei vermitteln zu können. „Die Arbeit hat sich gelohnt und wir sind ziemlich stolz auf das Ergebnis!“ Da die Tore eine Maßanfertigung sind, wurde das Rollschienensystem in der Metallverarbeitung der Prospex GmbH entwickelt, der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung. „Wir sind mit dem Wohnverbund in Birgden nicht nur ein direkter Nachbar an der Schienenstrecke der Selfkantbahn, wir nehmen auch seit Jahrzehnten aktiv teil am Birgdener Dorfleben. Deshalb haben wir gerne den Aufbau des Bahnhofshäuschens unterstützt“, sagt Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg. Das Bahnhofshaus in Birgden wurde auf Initiative des Ehrenbürgermeisters Heinrich Aretz nach historischem Vorbild und in ehrenamtlichem Engagement zahlreicher Unterstützer in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit realisiert. Die Einsegnung und feierliche Eröffnung des neu errichteten Bahnhofs findet statt am 1. Mai um 10 Uhr.

„Passt perfekt und sieht super aus!“ Detlef Boettcher (re.), Vorstandsmitglied der Selfkantbahn und Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz (2.v.re.) loben die handwerkliche Leistung der Mitarbeiter der Lebenshilfe-Schreinerei, Michael Maaßen, Marco Klosa und Lebenshilfe-Fachangestellten Sebastian Hoffmann.

 

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Dienstagmorgen, 8.30 Uhr im Industriegebiet GIPCO in Erkelenz. In der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Heinsberg beginnt ein neuer Arbeitstag. Christian Schmitz wartet bereits am Eingang der „Aufbaugruppe 1“ im Förderbereich und begrüßt seine Kollegen. Bevor der junge Mann mit Behinderung und seine neun Kollegen in den Arbeitstag starten, trifft man sich zum gemeinsamen Kaffee am runden Tisch und spricht über die Aufgaben und Abläufe des bevorstehenden Arbeitstages. Die Gruppe hat sich wohnlich eingerichtet,  zahlreiche Bilder hängen an der Wand. Mosaikarbeiten stehen auf den Fensterbänken, die Gardinen sind selbst genäht, große Vorhänge und Regale in warmen Farben unterteilen den Arbeitsraum. „Wir sind stolz auf das, was wir hier selbst herstellen können“, sagt Gruppenleiterin  Nicole Jansen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sascha Weingran leitet sie die Aufbaugruppe. Seit Eröffnung des Erkelenzer Werkstattbetriebes vor fünf Jahren arbeiten rund 120 Mitarbeiter mit Behinderung an der Brüsseler Allee 18 im GIPCO-Gelände. 30 Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung werden jeden Tag in Förder- und Aufbaugruppen begleitet. Neben den täglich wechselnden Basisarbeiten in der manuellen Montage haben sich die Mitarbeiter der „Aufbaugruppe 1“ seit vier Jahren auf das Strick-Handwerk spezialisiert, mit dem sie vor allem auf den vergangenen Kreativmärkten der Lebenshilfe für Aufsehen gesorgt haben. „Wir stricken einfach gerne, und obwohl mehr Männer als Frauen in unserer Gruppe arbeiten, hat sich die Wolle in allen Farben und Größen fest in unserem Arbeitsalltag etabliert“ sagt Nicole Jansen. Christian Schmitz stimmt ihr nickend zu. Auch wenn er nicht sprechen kann, versteht man schnell, dass sich sein Hobby zu einer interessanten Arbeit entwickelt hat. Auf einem digitalen Bilderrahmen zeigt er einige der Auftragsarbeiten, die er und seine Kollegen in den vergangenen Wochen produziert haben: Decken, Schals und Mützen, Socken für Babys, Kinder oder Erwachsene, Taschen und Rucksäcke.


„Wir richten unsere individuelle Förderung nach dem Menschen, seinen Fähigkeiten und Interessen aus“, erläutert Wolfgang Vossen, pädagogischer Leiter der Werkstatt. „Arbeitsangebote versuchen wir durch auf einander aufbauende Bildungsschritte zu vermitteln, die Motivation zum gemeinsamen Arbeiten wird nicht nur durch ein umfangreiches und interessantes Materialangebot erzielt, die individuellen räumlichen Bedingungen und eine gute Arbeitsatmosphäre spielen eine große Rolle.“ So habe sich der Förderbereich der Lebenshilfe-Werkstätten als „kreative Werkstatt“ auf individuelle Arbeiten und Eigenprodukte spezialisiert und entwirft Mosaikarbeiten, Grußkarten aus geschöpftem Papier oder produziert den bekannten Grill- und Kaminanzünder k-lumet. „Durch unsere vielfältigen Arbeits- und beruflichen Bildungsangebote erhalten auch Menschen mit schwerer Behinderung  die Chance, am Arbeitsleben teilzunehmen.“


Das Strickhandwerk der Aufbaugruppe hat sich aus dem Hobby einer Mitarbeiterin entwickelt, erklärt Nicole Jansen. „Eines Tages brachte eine Mitarbeiterin Stricknadeln und Wolle mit und begann in den Pausen zu stricken. Das Interesse der anderen Kollegen war schnell geweckt. Moderne Strickhilfen machen es zudem leicht, auch mit körperlicher Einschränkung saubere Maschen zu knüpfen.“ Die Schulung der feinmotorischen Fähigkeiten sei dabei nur ein Schwerpunkt ihrer Arbeit mit der Stricknadel. Beim Stricken ist das Arbeitsergebnis gleich sichtbar und wachse mit jeder neuen Masche. „Wir entwerfen gemeinsam immer neue Produkte, die wir verkaufen und haben bereits einige Stammkunden. Das macht uns stolz und motiviert unsere Arbeitsgruppe täglich aufs Neue!“ 

Aktuelle Strickarbeiten der Fördergruppe sind am Info Punkt des Lebenshilfe Centers an der Richard-Wagner-Straße in Oberbruch ausgestellt, Auftragsarbeiten nimmt Nicole Jansen in der Aufbaugruppe in Erkelenz entgegen, Tel. 0 24 31 94 521 0.