In den vier Betrieben der Werkstatt für behinderte Menschen bietet die Lebenshilfe Heinsberg regelmäßig verschiedene Sport- oder Bewegungsmöglichkeiten an. Da reicht die Palette von Schwimmen, Turnen, Walken, Fußball oder Tanzen bis zu Rollisport und Stuhlgymnastik. Drei Sport- und Gymnastiklehrerinnen sorgen unter fachlicher Anleitung für viele abwechslungsreiche und interessante Angebote. Im Vordergrund stehen hier Erhalt und Ausbau der Mobilität. Als wertvoller Ausgleich zum Arbeitsalltag wird Freude an Bewegung vermittelt, Ausdauer und motorische Fähigkeiten gefördert. Ein besonderes Angebot außerhalb der Räumlichkeiten der WfbM findet stets montags und mittwochs für jeweils 1,5 Stunden statt. Dann fährt Sport- und Gymnastiktrainerin Isabell Roggen mit ihrer Sportgruppe nach Hückelhoven-Schaufenberg in „Ivo`s Fitness World“. Schon bei der ersten Anfrage 2012 zeigte sich Inhaber Ivo Petrovic offen für das Training in seinem Fitnessstudio für Menschen mit Behinderung. Auch nach 5 Jahren sei es immer noch schön zu erleben, wie unsere Mitarbeiter in diesem Studio empfangen werden: „Wenn wir ankommen, freuen sich alle, dass wir zum Training kommen und viele begrüßen uns mit Handschlag“, sagt Isabell Roggen. Dies sei nicht nur ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung, sondern auch gelebte Integration unter Sportsfreunden.

 

52 Jubilare wurden in Oberbruch für ihre zehnjährige Tätigkeit in den Werkstattbetrieben der Lebenshilfe Heinsberg geehrt. Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück. In Anwesenheit des Ehrenvorsitzenden Hans-Willy van Kann und des Ehrenmitglieds Marianne Bückers überreichten Vorstandsmitglied Heinz-Willi Jansen, Katja Mackowiack und Pascal Simons vom Werkstattrat sowie Hanni Stolz und Annette Bischof vom Elternrat Urkunden und Präsente. Die Ehrung endete mit einem festlichen Mittagsmenu. Geehrt wurden: Simon Aussem, Heinz-Gerd Basten, Tim Benden, Sebastian Berger, Manuel Böttcher, Lisa Brandebusemeyer, Kai Brandhofe, Jasmin Maria Antonia Chatzikonstantinidou, Stephan Cordier, Daniel Croonen , Tantjana Douven, Britta Eibisch, Mehmet Ekinci, Ali Haydar Eroglu, Renè Fegus, Sarah Christiane Frankreiter, Matthias Frick, Fabian Gansweid, Ramona Hendrix, Helmut Heusinger, Semat Ismail, Per Jakoubek, Andreas Johnen, Patricia Küppers, Susanne Lachs, Nadine Leinders, Liane-Maria Liebeck, Daniel Lürken, Frieda Naumann, Tommy Neikes, Christina Nießen, Tolga Ömeroglu, Annetrude Orth, Melanie Palm, Sandra Magdalena Pelzer, Ralf Polz, Maria-Theresia Rath, Jasmin Sabanovic, Patrick Josef Schachtebeck, Alexander Schiffer, Valentina Schmidt, Ayla Schorr, Eleonora Schramka, Viviane Schulz, Jan-Mikelis Spridzans, Philipp Dominik Stahl, Christian Stolz, Patrick Thönneßen, Matthias vom Ufer und Christoph Weiß

 Seit Jahren schon kocht die Küche 1 der Lebenshilfe Heinsberg auch für die Rurtalschule. Philipp Heinrichs, Produktionskoordinator Gemeinschaftsverpflegung, sorgt dafür, dass von Montags bis Donnerstags täglich über 200 Essen zubereitet und an die Schule ausgeliefert werden. Nur eines gibt es dort im Gegensatz zu den Lebenshilfe-Betrieben nicht: Pommes Frites! Die schmecken einfach nicht, wenn sie nicht frisch zubereitet gegessen werden. „Dabei sind Pommes natürlich mit Abstand das Lieblingsessen der Kids“, weiß Karin Kuske, Produktionskoordinatorin Küche, „und deshalb haben wir uns gedacht, wir laden die Schüler in regelmäßigen Abständen zu uns hier in den schönen großen Speisesaal von Betrieb 1 zum Pommes-Essen ein.“ So waren nun die Stufen 1-3 zu Gast und konnten endlich mal nach Herzenslust zur Currywurst die leckeren Pommes Frites genießen.

 

 

 

 

Endlich ist sie da: Die neue CNC-gesteuerte Plattensäge ist in der Schreinerei angekommen und ersetzt die alte, rund 20 Jahre alte Plattenaufteilsäge. Das neue System ist computergesteuert, hat ein Schnittmaß von 320 x 320cm, ist barrierefreier gestaltet, kann mit grafischer Unterstützung per Touchscreen bedient werden und bedruckt automatisch Etiketten für die leichte Zuordnung der Zuschnitte.

Schreinermeister und Produktionskoordinator Daniel Scheeren freut sich: "Mit dem neuen System können langfristig bis zu zehn Mitarbeiter nach Unterweisung größtenteils eigenständig die Anlage bedienen. Das ist ein echter berufsbildender Fortschritt!" Mit der liegenden Plattensäge werden Möbelteile in Plattenbauweise produziert wie Schrankwände, Küchen und Büromöbel für die Großindustrie.

Angekommen: Daniel Scheeren (links) und sein Team freuen sich mit Dirk Voß (3.v.re.) - Werkstattleiter Arbeit und Technik - auf die neuen Herausforderungen und Erleichterungen im Zuschnitt mit der neuen CNC-Plattensäge.

„Das war ein besonderer Auftrag, der uns viel Spaß gemacht hat!“, sagt Michael Maaßen. Wenn am 1. Mai um 10 Uhr in Birgden der Neubau des historischen „Güter- und Expressgut-Bahnhofes“ an der Bahnhofstraße feierlich eingesegnet wird, ist Michael Maaßen gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Klosa dabei. In rund 120 Stunden Arbeitszeit entwickelten die beiden Schreinerei-Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Heinsberg unter Anleitung des Fachangestellten und Schreiners Sebastian Hoffmann die Eingangs- und Innentüren sowie zwei große Rolltore nach historischem Vorbild. Zudem übernahmen sie einen Teil des Innenausbaus. Für den Schreiner Sebastian Hoffmann war es ein interessantes Projekt, um seine berufliche Erfahrung in der alten Handwerkskunst der Holzverarbeitung den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Schreinerei vermitteln zu können. „Die Arbeit hat sich gelohnt und wir sind ziemlich stolz auf das Ergebnis!“ Da die Tore eine Maßanfertigung sind, wurde das Rollschienensystem in der Metallverarbeitung der Prospex GmbH entwickelt, der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung. „Wir sind mit dem Wohnverbund in Birgden nicht nur ein direkter Nachbar an der Schienenstrecke der Selfkantbahn, wir nehmen auch seit Jahrzehnten aktiv teil am Birgdener Dorfleben. Deshalb haben wir gerne den Aufbau des Bahnhofshäuschens unterstützt“, sagt Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg. Das Bahnhofshaus in Birgden wurde auf Initiative des Ehrenbürgermeisters Heinrich Aretz nach historischem Vorbild und in ehrenamtlichem Engagement zahlreicher Unterstützer in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit realisiert. Die Einsegnung und feierliche Eröffnung des neu errichteten Bahnhofs findet statt am 1. Mai um 10 Uhr.

„Passt perfekt und sieht super aus!“ Detlef Boettcher (re.), Vorstandsmitglied der Selfkantbahn und Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz (2.v.re.) loben die handwerkliche Leistung der Mitarbeiter der Lebenshilfe-Schreinerei, Michael Maaßen, Marco Klosa und Lebenshilfe-Fachangestellten Sebastian Hoffmann.